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BrotprüfungDie Eifeler Bäcker dürfen fürs Gold keine Fehler machen

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Vier Männer in Bäckerkleidung stehen nebeneinander und halten Brote in ihren Händen.

Als Prüfer waren (v.l.) Maik Wegner, Dennis Knoblich, Kai Hoffmann und Siegwin Zimmer im Einsatz.

Mädchen und Jungen der Urfter Förderschule erfuhren bei einer Brotprüfung in der Schule Wissenwertes über Brote und das Bäckerhandwerk.

Für die Kinder und Jugendlichen der privaten katholischen Förderschule in Urft und ihre Lehrkräfte war es ein außergewöhnliches Erlebnis. Die Mädchen und Jungen durften an einer Brotprüfung in ihrer Schule teilnehmen und erfuhren dabei einiges über die Herstellung und die Inhaltsstoffe der Backwaren.

„Die Mitglieder der Bäcker-Innung Düren-Euskirchen haben zweimal im Jahr die Möglichkeit, ihre Backwaren einem Brotprüfer des Instituts für Qualitätssicherung des Deutschen Bäckerhandwerks zur Testung zur Verfügung zu stellen“, teilte Birgit Dederichs von der Vereinigten Kreishandwerkerschaft Düren, Euskirchen und Heinsberg mit. Die erste Brotprüfung in diesem Jahr fand jüngst in der katholischen Förderschule in Urft statt. Daran konnten alle Kinder und Jugendlichen, die an diesem Morgen in der Schule waren, mit ihren Lehrerinnen und Lehrern teilnehmen.

Die Mädchen und Jungen hatten die Möglichkeit, die Brotprüfer des Deutschen Brotinstituts und die Meister der Bäcker-Innung Düren-Euskirchen alles zu fragen, was sie schon immer über Brot und über das Bäckerhandwerk wissen wollten. Die Kinder waren sehr interessiert und hörten den Ausführungen über die verschiedenen Brot- und Brötchensorten aufmerksam zu.

Insgesamt 50 Brot- und 13 Brötchensorten getestet

Fragen rund ums Bäckerhandwerk wurden von Brotprüfer Maik Wegner, Obermeister Siegwin Zimmer sowie den Bäckermeistern Kai Hoffmann und Dennis Knoblich informativ beantwortet. Die Schüler und Lehrer waren von dieser Aktion begeistert und durften zum Schluss auch noch die bereits geprüften Brote und Brötchen probieren.

„Wir haben den Kindern gezeigt, nach welchen Kriterien geprüft wird. Die Aktion ist sehr gut angekommen“, berichtete Zimmer. In der Vergangenheit hätten einige Schüler aus der Einrichtung in Urft später eine Ausbildung im Bäckerhandwerk absolviert. „Wir waren mit der Prüfung auch schon in anderen Schulen zu Gast und haben gute Erfahrungen gemacht“, erklärte der Obermeister.

Gold-Auszeichnung als Nachweis für konstante Topqualität

Geprüft und verkostet wurden nach Angaben der Innung insgesamt 50 Brot- und 13 Brötchensorten, darunter Schwarzbrot, Vollkorn- und Weizenbrote, Stangenbrote, süße Wecken, Schnittbrötchen und Körnerbrötchen. Für die sensorische Qualitätsprüfung wurden Geschmack, Geruch, Form, Oberflächen- und Krusteneigenschaften, Lockerung, Krumenbild sowie Struktur und Elastizität jeder Backware bewertet.

Aufgrund der hervorragenden Qualität der handwerklich und mit frischen Zutaten hergestellten Brote und Brötchen konnten die Prüfer 54-mal die Note Sehr gut und 8-mal die Note Gut vergeben. Ein Produkt, das drei Jahre in Folge mit einem Sehr gut bewertet wird, erhält zudem die Gold-Auszeichnung als Nachweis für konstante Topqualität. Diese Auszeichnung wurde in 33 Fällen vergeben.

„Vor zwei Jahren waren die Richtlinien für die Prüfung geändert worden. Seitdem werden größere Fehler nicht mehr verziehen“, berichtete Zimmer. Die Qualität bei den Eifeler Betrieben stimme: „Sie haben bei den Prüfungen über Jahre hinweg stets etwas besser abgeschnitten als Betriebe aus den Nachbarregionen.“

Alle erfolgreichen Bäckereien wurden mit einem Zertifikat des Instituts ausgezeichnet. Die Ergebnisse sind auch im „Bäckerei-Finder“ zu finden. Das Brotinstitut testet bundesweit Backwaren und informiert Verbraucher auf seiner Website in einer kostenfreien App. Dort kann sich jeder Verbraucher durch Eingabe seines Wohnortes über die Bewertungen der Bäckerei in seiner Nähe informieren. Weitere Informationen gibt es online.