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Hindernisse überwindenKinder lernten in Mechernich erste Schritte auf dem Skateboard

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Zehn Kinder halten ihre Skateboards in den Himmel. Zwei Männer schauen zu.

Die Grundzüge des Skateboardfahrens konnten die Kinder im Kurs von Jan Hochgürtel (3.v.r) und Aaron Heidingsfelder (r.) lernen.

Im Skatepark an der Mechernicher Grundschule bekamen zwölf Kinder von zwei Profis Tricks gezeigt. So lernten sie auch den „Ollie“.

Echte Action-Stimmung kam im Skatepark an der Mechernicher Grundschule auf, als der Ferienkurs für Skateboardfahren für Kids in dieser Woche stattfand. Unter den fachkundigen Augen von Jan Hochgürtel und Aaron Heidingsfelder konnten zwölf Kinder ihre ersten Schritte auf das Skateboard und vor allem möglichst heil auch wieder herunter machen. Gefördert wurde die Veranstaltung vom Kinderschutzbund Mechernich.

Hochgürtel ist ein bekanntes Gesicht in Mechernich, denn ihm war es zu verdanken, dass die Skateranlage überhaupt entstanden ist. „Mit 14 Jahren habe ich den Bürgerantrag gestellt und den Park mit 16 auch selbst mit gebaut“, berichtet er. Eine Superszene von vielen guten Skatern habe es damals in der einstigen Bergwerksstadt gegeben, doch die seien mittlerweile alle weggezogen.

Aus seinem Hobby einen Beruf gemacht

Auch Hochgürtel macht da keine Ausnahme. Der passionierte Skater hat aus seinem Hobby einen Beruf gemacht und leitet, nachdem er den Master in Sport und Sportpädagogik erworben hat, eine Skateboardschule im Kölner Skatepark North Brigade.

Zwei Kids fahren mit ihren Boards eine Rampe herunter. Die anderen Kinder und ein Mann schauen zu.

Die Kinder zeigten, was sie gelernt haben.

So ist er den Umgang mit Anfängern auf dem Brett gewohnt. „Die Kinder verletzen sich so gut wie nie, wenn sie von Anfang an die richtigen Tipps bekommen“, erklärt er.

Auch wenn der Skatepark in Mechernich zurzeit kaum genutzt werde, bleibe der Sport attraktiv. „Der ist jetzt auch olympisch geworden, hat aber immer noch seine besondere Atmosphäre behalten“, so Hochgürtel. Dass der Park so selten frequentiert werde, habe aber noch andere Gründe. Er sei etwa kaum noch zu erreichen. „Ich bin überrascht, wo man überall Zäune hinbauen kann“, sagt Hochgürtel sarkastisch. Aus dem früheren Platz für die Menschen sei mittlerweile ein Hochsicherheitstrakt geworden. „Das ärgert mich“, sagt er. Besonders an Wochenenden und in den Ferien, wenn die Kids Zeit hätten, sei der Park geschlossen.

Kids lernen erst einmal die  Grundposition kennen

Umso mehr freue er sich, mit dem Kurs noch ein Sportangebot in Mechernich machen zu können. „In dem Kurs werden die Basics vermittelt“, sagt er. So sollten sich die Kids an das Board gewöhnen und die Grundposition kennenlernen. Dann komme das Anschieben, Bremsen, Lenken und irgendwann die ersten Fahrten von der Rampe mit einem „Drop In“, dem Manöver, mit dem die Kinder sicher von ihrer Startposition aus losrollen können.

Damit die Teilnehmer all diese Fertigkeiten gefahrlos lernen können, führen Hochgürtel und Heidingsfelder ihre Schüler an den Händen bei ihren ersten Fahrten. Doch Hochgürtel warnt auch: „Skateboard lernt man nicht in drei Tagen.“ Das sei zwar ausreichend, um an die Anfänge herangeführt zu werden, doch wer mehr können wolle, müsse auch viel trainieren.

Wie der achtjährige Noah, der an dem Kurs teilnimmt. „Meine Mutter hat mich gefragt, ob ich mitmachen wolle“, berichtet der Junge. Skateboardfahren habe er aber schon vorher gemacht, denn er habe auch ein eigenes Board. Doch auch er habe bei dem Kurs etwas Neues gelernt: den „Ollie“. So heißt der Trick, bei dem der Skater mit seinem Board in die Höhe springt und so Hindernisse überwinden kann.