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Ausstellung in NettersheimKlaus Tenner bevorzugt in seinen Bildern das Skizzenhafte

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Klaus Tenner steht vor einer Reihe seiner Bilder.

„Dystopia“ hat der Kölner Maler Klaus Tenner seine Ausstellung im Kuba in Nettersheim genannt.

Der Kölner Maler Klaus Tenner stellt im Nettersheimer Kulturbahnhof aus. „Dystopia“ nennt er seine Werkschau.

In dunklen Farben stellen die Bilder von Klaus Tenner die erschreckenden und traurigen Szenarien dar, die sich dem Betrachter boten, als die Borkenkäfer sich durch den deutschen Wald fraßen und ganze Landstriche kahl zurückließen. „Dystopia“ hat er die Ausstellung genannt, die zur Zeit im Kuba in Nettersheim zu sehen ist. „Das Wort sprang mich an“, sagte er.

Als er mit seinem Sohn im Harz gewesen sei, habe er diese Szenerien so wahrgenommen. „Es ist Teil unserer Realität“, sagte er. Doch immer sei es auch ein Ort der Hoffnung. Wie auch die Hochhaus-Agglomerationen oder die Bilder von der im Umbau befindlichen Uferpromenade im belgischen Ostende.

„Ich male diese Bilder allerdings nicht vor Ort, sondern aus der Erinnerung“, erläuterte er. Sein Handwerk hat Tenner an den Kölner Werkschulen gelernt, als Meisterschüler von Dieter Kraemer. „Ich war im vorletzten Jahrgang; nach uns wurde die Werkschule zugemacht“, scherzte er.

Ich mag es nicht, wenn das Bild grellbunt ist.
Klaus Tenner

Der Einfluss des Lehrers ist bei den Bildern von Tenner in der realistischen Komponente des Dargestellten nicht zu übersehen, auch wenn der Schüler sich mit Abstraktionen und einer skizzenhaften Ausführung seine eigene Handschrift erarbeitet hat, die in ihrer Komposition viel Raum für Fantasie und Emotion lässt.

Nicht umsonst ist er Mitglied des Künstlersonderbundes in Deutschland – Realismus der Gegenwart e.V. Mit seiner eigenen Palette ist Tenner im Atelier unterwegs. Die Farben sind gedämpft und abgetönt. „Ich mag es nicht, wenn das Bild grellbunt ist“, erklärte er.

Der künstlerische Prozess soll sichtbar sein

Dagegen bevorzuge er das Skizzenhafte und Handschriftliche, was durch die harten Kohleschraffuren immer deutlich zu erkennen ist. So sei es für ihn auch wichtig, dass für den Betrachter der künstlerische Prozess sichtbar sei. Doch auch die Plein-Air-Malerei, also die Freiluftmalerei, beherrscht Tenner.

Mit seinem Kollegen Bernhard Kucken, der die vorige Ausstellung im Kuba gestaltet hat, war er in der Gegend von Nettersheim unterwegs und hat die Landschaft in einer Reihe von kleinformatigen Bildern festgehalten. Beispiele aus der Arbeit der beiden Maler sind ebenfalls in der Ausstellung zu sehen, eine interessante Gegenüberstellung, da die Bilder in ganz unterschiedlichen Stilistiken gefertigt wurden.

Die Ausstellung „Dystopia“ von Klaus Tenner ist noch bis Sonntag, 26. Juli, im Kulturbahnhof in Nettersheim, Bahnhofstraße 14, zu sehen. Die Öffnungszeiten sind samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr.