Die Karnevals-Sitzung im Palmersheimer Dorfgemeinschaftshaus bot jede Menge Lokalkolorit für die 450 Besucherinnen und Besucher.
Sitzung mit LokalkoloritNachwuchssorgen muss sich die KG Palmersheim nicht machen

Bei den Auftritten der Tanzgarde der KG standen insgesamt 92 Tänzerinnen auf der Bühne des Palmersheimer Dorfgemeinschaftshauses.
Copyright: Cedric Arndt
Dutzende Tänzerinnen hatten sich bereits auf der Bühne des Dorfgemeinschaftshauses in Palmersheim versammelt – und noch immer rückten weitere Nachwuchsakteure auf dem Weg zu ihrem Auftritt nach. Insgesamt 92 Mitglieder zählt die Garde der KG Palmersheim, und sie war in der Karnevalssitzung eine der Hauptattraktionen des Abends.
Bei gut 1100 Einwohnern, die der Euskirchener Ortsteil hat, wurde schnell klar, dass auch viele Mädchen aus den umliegenden Orten große Freude an dem Angebot der Karnevalsgemeinschaft gefunden haben und die Sitzung mit ihrem Auftritt mitgestalten wollen.
In den meisten Palmersheimer Tanzgarden gibt es einen Aufnahmestopp
„Mittlerweile mussten wir bei den meisten Altersklassen sogar einen Aufnahmestopp ausrufen, da die Zahl der Bewerber unsere Kapazitäten übersteigt“, berichtete KG-Präsident Daniel Adolf: „So ein Erfolg steht und fällt natürlich mit den Trainerinnen, denen ich heute Abend noch einmal ein großes Lob aussprechen möchte.“ Astrid Belle und Birgit Schwanbeck, die beide bereits ihre Töchter Sara Belle und Lotta Schwanbeck in die Trainingsarbeit involviert haben, seien hauptverantwortlich für die weit über die Ortsgrenzen hinausreichende Beliebtheit der Garde.
Alles zum Thema Kölner Dreigestirn
- „Absolute Respektlosigkeit“ Dreigestirn verrät, was an manchen Jecken nervt
- Generationenwechsel bei „Die Sitzung“ in St. Severin Karnevalstradition im Vringsveedel bleibt in guten Händen
- Jeckes Jubiläum 95-Jährige bis heute bei jeder Erdmännchen-Veranstaltung
- Wieder ein Tanzpaar Euskirchener Narrenzunft ehrt Michael Fischenich mit Lichterorden
- Sitzung mit Lokalkolorit Nachwuchssorgen muss sich die KG Palmersheim nicht machen
- „Hat mich überwältigt“ Kölner Dreigestirn besucht Palliativpatienten

Rund 450 gut gelaunte Närrinnen und Narren feierten in der Karnevalssitzung der KG Palmersheim.
Copyright: Cedric Arndt

Den Jubel ihrer närrischen Untertanen genossen Jungfrau Susanne (Schultes), Prinz Elli (Elke Königshoven) und Bauer Annika (Hanke).
Copyright: Cedric Arndt

Als „Bürjemeeste Piwi“ begeisterte Peter Schmitz das Publikum in Palmersheim.
Copyright: Cedric Arndt
Neben den vereinseigenen Tänzerinnen sorgten auch die Palm Beach Girls mit ihren Minis und Kids dafür, dass der Showtanz ein weiteres Mal einen Schwerpunkt der Veranstaltung bildete. Weitere 50 junge Akteure begeisterten das Publikum mit ihren artistischen Choreographien und verdeutlichten die Leidenschaft der Palmersheimer für die tänzerischen Auftritte. „Solche großartigen Gruppen im eigenen Dorf zu haben, erleichtert die Vorstandsarbeit natürlich enorm“, freute sich Daniel Adolf, der erst seit dem vergangenen Jahr den Posten des Vorsitzenden bekleidet und nun seine erste Karnevalssitzung in führender Position erlebte.
Damen-Dreigestirn brillierte auch beim zweiten Heimspiel in Palmersheim
Diesen entspannten Einstieg habe er neben der Garde und den Palm Beach Girls auch dem Dreigestirn, bestehend aus Prinz Elli (Elke Königshoven), Bauer Annika (Hanke) und Jungfrau Susanne (Schultes) zu verdanken: „Die drei haben schon vor zwei Jahren beschlossen, in dieser Session gemeinsam zu regieren, und seitdem großartige Vorarbeit geleistet.“
Im Zusammenspiel mit den übrigen Dorfvereinen, die sich gegenseitig bei ihren Veranstaltungen unterstützen, habe die erste Sitzung kaum für Kopfzerbrechen gesorgt, sondern sich gleichermaßen als Selbstläufer und Publikumsmagnet erwiesen. „Natürlich müssen wir uns über das Programm auch unsere Gedanken machen, aber mit einem solchen Team und derart engagierten Gruppen im Rücken fällt vieles deutlich leichter.“
Abgerundet wurde der Abend durch zahlreiche Musikdarbietungen, etwa der des im Dorf bestens bekannten Peter Schmitz. In der Rolle des „Bürjemeeste Piwi“, ausgerüstet mit einer Mundharmonika, verstärkte er das gelebte Zusammengehörigkeitsgefühl der Palmersheimer mit seinem selbstkomponierten Liebeslied an seine Heimat und ließ die rund 450 Närrinnen und Narren im Saal schunkeln.

