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JahresausgabenWeilerswister Bauhof wird neu strukturiert – Ordnungskräfte werden gestärkt

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Luftaufnahme des Rathauses und des Bauhofs in Weilerwist an der Bonner Straße

Der Weilerswister Bauhof wird neu aufgestellt mit dem Ziel, externe Vergaben zu reduzieren.

Im Haupt- und Finanzausschuss wurden Ausgaben für 2026 festgelegt. Rat und Verwaltung setzen ein Zeichen als Kinderfreundliche Kommune.

Weilerswist Ab dem 1. Februar kommen zwei Änderungen auf die Gemeinde Weilerswist zu: Der Bauhof soll neu strukturiert und die Zahl der eingesetzten Ordnungskräfte soll planmäßig verdoppelt werden.

Weilerswists Bürgermeister Dino Steuer kündigte im Haupt- und Finanzausschuss an, dass das Bauhof-Team sich in Einheiten aufteilen werde – etwa zur Pflege der Friedhöfe oder Grünflächen der Gemeinde. „Wir erhoffen uns, dass die Reaktionszeiten kürzer werden“, so Steuer. Mit der Spezialisierung und Neuausrichtung sollen Vergaben an Externe reduziert werden, die wiederholt kritisiert worden waren.

Ab kommendem Monat sollen zudem vier statt wie bisher zwei Ordnungskräfte in der Gemeinde im Einsatz sein. Dabei sind unterschiedliche Schichten vorgesehen, um einfachere und komplexere Ordnungsdienste abzudecken.

Sommerferienbetreuung wird mit 45.000 Euro unterstützt

Im Ausschuss wurden in teils zähen, aber letztlich konstruktiven Diskussionen die Ausgaben für dieses Jahr vorgeplant. Nach der hitzigen Debatte um den Kauf eines Rasenmähers (Kosten 42.000 Euro) in der vorausgegangenen Ratssitzung konnte die Anschaffung am vergangenen Donnerstag einstimmig beschlossen werden.

Der Kostenpunkt für einen Rasenmäher kam bei der Diskussion eines SPD-Antrags erneut ins Spiel: Im Antrag ging es darum, bei der Sommerferienbetreuung eine Gebührenbefreiung für Geschwisterkinder zu fördern. Bernd Giesen (SPD) scherzte: „Die Kinder sollten uns schon so viel wert sein wie ein Rasenmäher.“ Die Bemerkung führte zu Gelächter. Eine Förderung über 45.000 Euro wurde einstimmig beschlossen – auch wohl als Statement einer Kinderfreundlichen Kommune.

Unter einem Sperrvermerk, also der notwendigen Einwilligung des Rates vor einer Freigabe der Gelder durch die Verwaltung, wurden zudem 45.000 Euro für eine Freilauffläche für Hunde zurückgelegt. Eine geeignete Fläche muss allerdings erst einmal ausfindig gemacht werden.

Viel Bewegung in einigen Projekten – Feuerwehrgerätehäuser im Fokus

Es wurden noch einige weitere Ausgaben für das Jahr festgelegt: Haushaltsmittel für die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses in Hausweiler wurden ohne Umschweife beschlossen. Das Gerätehaus in Müggenhausen soll verschönert und die Treppe instand gesetzt werden. Bezüglich der geplanten Feuerwache an der K11 soll bald mit neuen Informationen zu rechnen sein.

Die gestiegenen Kosten für ein Fahrradparkhaus am Weilerswister Bahnhof werden in einer kommenden Sitzung transparenter gemacht. Das Projekt soll zum Großteil gefördert werden.

Auch in die Sichtbarkeit des Wochenmarktes am Whitnash-Platz kommt Bewegung: Rat und Verwaltung verständigten sich auf das Aufstellen von Hinweisschildern und eine Absprache mit den Marktbeschickern für weitere Maßnahmen. Außerdem wurde beschlossen, ein Leerstandskataster für Gewerbeimmobilien zu erstellen.

Der Vorschlag von Myriam Kemp (Bündnis 90/Die Grünen), auch ungenutzte Privatimmobilien auflisten zu lassen, wurde zunächst zurückgestellt. Auf den Hinweis Kemps, dass derartige Auflistungen in anderen Kommunen bereits umgesetzt würden, stellte Steuer in Aussicht, das Thema außerhalb der Sitzung zu besprechen.