In Zülpich stand eine Familie vor einem riesigen Problem: 13.000 geerbte Bierflaschen. Jetzt wurde eine unerwartate Lösung gefunden.
13.000 Flaschen im KellerBrauhaus kauft riesige Biersammlung aus Zülpich

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Eine wochenlange Zerreißprobe für eine Familie in Zülpich ist nun vorbei. Christian und Lara Mörsch hatten ein Haus erworben und standen vor einer gewaltigen Hinterlassenschaft von 13.000 gefüllten Bierflaschen. Einem neuen Bericht des WDR zufolge hat ein Essener Brauhaus die Sammlung übernommen und den Keller des Paares wieder freigeräumt.
Die spektakuläre Sammlung stammt von dem verstorbenen Heinz Büttgen (†). Die Flaschen, die aus aller Welt stammen, lagerten in dem neu erworbenen Haus in der Voreifel. Viele davon waren bereits seit 30 Jahren abgelaufen.
Familienvater Christian gestand: „Es hat mich mehrfach schlaflose Nächte gekostet“. Ein großer Stressfaktor war der Zeitdruck. Die Familie muss bis Ende Mai einziehen, doch eine Renovierung war zwischen den Flaschenbergen undenkbar.
Abtransport der Flaschen eine logistische Herausforderung
Die Familie Mörsch erhielt mehr als 50 Anfragen. Die entscheidende Nachricht kam jedoch aus dem Ruhrgebiet. Dino Engelhardt, der Betriebsleiter des „Hofbräuhaus“ in Essen, zögerte nicht. Er teilte der Familie mit: „Wir sind an allen Flaschen interessiert!“
Der Transport der Flaschen von der Eifel ins Ruhrgebiet war eine große logistische Aufgabe. Es konnten nicht schnell genug Bierkästen beschafft werden. Deshalb organisierte ein Großhändler 400 Fleischkisten und zwei Lkw. Der Einsatz von vier Helfern dauerte zwei Tage, um die Flaschen aus dem Keller zu räumen. Am Schluss wurden zehn volle Paletten auf die Lastwagen verladen.
Brauhaus in Essen will riesige Deko-Wand mit Flaschensammlung einrichten
Die Flaschen sind für die Gastronomen in Essen sehr wertvoll, obwohl das Bier nach drei Jahrzehnten ungenießbar ist. Sie werden nicht entsorgt. Stattdessen sollen sie im Brauhaus eine eindrucksvolle Dekorationswand bilden, ähnlich wie sie im Keller in Zülpich standen.
Für das Paar Lara und Christian Mörsch ist die Situation eine riesige Erleichterung. Der Keller ist nun komplett leer. Lara äußerte sich sichtlich glücklich: „Es ist so eine Erleichterung“. Nun können die Renovierungsarbeiten beginnen. So wird sichergestellt, dass ihre Töchter rechtzeitig in das neue Zuhause einziehen können.


