Der Autokorso bremste mehrfach auf Tempo 30 auf der Autobahn ab und blockierte andere Teilnehmer. Später fielen Schüsse aus einem Auto.
Schüsse, Blockade, RennenHochzeitskorso sorgt für Zwischenfälle auf Autobahn in NRW

Die Polizei bei einem Einsatz an einer Autobahn (Symbolfoto).
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Für mehrere Zwischenfälle haben Teilnehmende eines Hochzeitskorso in Nordrhein-Westfalen gesorgt. Zeugen wurden auf einer Autobahn abgedrängt und ausgebremst. Zudem sollen Schüsse gefallen sein. Die Polizei ermittelt gegen junge Männer aus dem Kreis Herford.
Ein Zeuge hatte die Leitstelle der Polizei am Samstagnachmittag (11. April) alarmiert. Der Autofahrer berichtete von besonders gefährlichen Fahrmanövern auf der Autobahn 33 bei Bielefeld. Der Autokorso mit mehreren Fahrzeugen war in Richtung Brilon unterwegs.
A33 in NRW: Hochzeitskorso bremst plötzlich auf 30 km/h ab
In Höhe der Baustelle auf der A33 in Schloß Holte-Stukenbrock sei der Zeuge dann plötzlich abrupt ausgebremst worden, berichtet ein Pressesprecher der Polizei Bielefeld. Mehrere Autos vor ihm hätten aus unerfindlichen Gründen ihr Warnlicht eingeschaltet und fuhren plötzlich nur noch 30 km/h auf der Autobahn.
Da die Fahrzeuge mit weißen Schleifen geschmückt gewesen seien, habe der Zeuge sofort vermutet, dass es sich um eine Hochzeitsgesellschaft handelte.
Nach der Baustelle beschleunigten die Autos stark, fuhren in drei Reihen und benutzten neben den beiden Fahrstreifen auch den Standstreifen. „Im weiteren Verlauf bremsten die Autofahrer noch einmal auf circa 30 km/h ab und der Zeuge soll rechts überholt worden sein, wobei er auf dem linken Fahrstreifen stark abgebremst habe, um eine Kollision mit dem Überholenden zu verhindern“, so die Polizei weiter.
Hochzeitskorso blockiert Fahrzeuge auf Autobahn – Schüsse aus Auto
Als der Hochzeitskorso die A33 verlassen wollte, blockierten Autos andere Verkehrsteilnehmer, damit der Konvoi geschlossen in Richtung Dellbrück fahren konnte. Auf der B64 konnten Polizeibeamte die beteiligten Fahrzeuge dann stoppen.
Als weitere Streifenwagen zur Unterstützung eintrafen, wurde die Hochzeitsgesellschaft schließlich auf einem Parkplatz an der Münsterstraße kontrolliert. „Bei den Autofahrern handelt es sich um acht junge Männer aus dem Kreis Herford. Sie waren im Alter zwischen Anfang 20 und Anfang 40 Jahre alt“, berichtet der Pressesprecher.
Ein weiterer Zeuge berichtete der Polizei unterdessen von Schüssen aus einem Pkw. Einer der Fahrer habe mehrfach in die Luft geschossen, hieß es. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, der Teilnahme an einem illegalen Kraftfahrzeugrennen, eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie einer Gefährdung durch grob verkehrswidriges und rücksichtsloses Fehlverhalten beim Überholen. (jv)
