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KommentarGute Entscheidung Reuls, nach psychisch kranken Menschen zu suchen

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hbf am Morgen danach gepixelt

In der Apotheke am Hauptbahnhof in Köln hatte Mohammad R. eine Geisel genommen.

Köln – Manchmal fragt man sich, warum vorher niemand auf die Idee gekommen ist. Das von NRW-Innenminister Herbert Reul initiierte Projekt zur frühzeitigen Identifizierung von psychisch kranken Menschen, die nicht zu Gewalttätern werden sollen, liegt doch so nahe.

Dass schlimmste Verbrechen – Amokläufe, Anschläge, Morde – oft nur deshalb geschehen, weil Menschen krank sind und irgendwann ausrasten, ist hinlänglich bekannt. Der Angreifer vom Kölner Hauptbahnhof, der noch eine Geisel genommen hatte; der Mann, der in Essen und Bottrop mit dem Auto in Menschengruppen raste – das sind nur zwei von vielen Beispielen aus jüngster Vergangenheit.

Gute Entscheidung Reuls

Es ist gut, dass Reul die Ereignisse des Jahres 2018 um den psychisch kranken Amokfahrer in Münster keine Ruhe gelassen haben. Die Suche nach vergleichbar Kranken, die womöglich gewalttätig werden könnten, dient nicht nur den Menschen, die sonst zu Opfern geworden wären. Sie bewahrt im Erfolgsfall auch die Täter vor Handlungen, die sie bei vollem Bewusstsein niemals begangen hätten.

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Dafür aber brauchen diese Menschen die volle Unterstützung von Psychologen und anderen Fachleuten, die sich um sie kümmern. Auch darum muss sich die Politik bemühen. Dass die Suche nach eventuellen Gewalttätern nicht zur Stigmatisierung psychisch Kranker führen darf, versteht sich von selbst. Nicht jede Auffälligkeit darf deshalb zum Gegenstand polizeilicher Untersuchungen werden – das dürfen nur die schweren und drastischen Fälle.