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––Beliebte RoutePolizei wirbt für mehr Rücksicht auf der Burscheider Balkantrasse

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Auch Straßenbemalungen entlang der Balkantrasse machen auf die Thematik aufmerksam

Auch Straßenbemalungen entlang der Balkantrasse machen auf die Thematik aufmerksam

Die Polizei zeigt erschreckende Unfallzahlen und wirbt für Helme und Rücksichtnahme auf der Balkantrasse in Burscheid.

8307 Verkehrsunfälle hat es 2025 im Rheinisch-Bergischen Kreis gegeben, mehr als im vorherigen Jahr. „Unser Verkehr wird immer mehr, die Fahrzeuge werden immer mehr, aber die Straßen werden nicht mehr“, erklärt Siggi Breuer, Verkehrssicherheitsbetreuer der Polizei. Das sind im Schnitt mehr als 20 Verkehrsunfälle jeden Tag – eine Zahl, die viele Besucherinnen und Besucher am Informationsstand an der Balkantrasse überrascht.

Hier hatten sich Polizistinnen und Polizisten aus dem Rheinisch-Bergischen und dem Oberbergischen Kreis sowie Vertreter der Verkehrswacht positioniert, um unter dem Motto „Gemeinsam auf der Trasse! Aber sicher!“ für mehr Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer zu werben.

Michaela Barz, Sonja Orbons und Lisa Gademann am Informationsstand von Polizei und Verkehrswacht

Michaela Barz, Sonja Orbons und Lisa Gademann am Informationsstand von Polizei und Verkehrswacht

„Sensibilisierung, mehr Verständnis für die Anderen und gegenseitige Rücksichtnahme“ – das zu schaffen, ist für die Polizistinnen Michaela Barz, Sonja Orbons und Lisa Gademann das Ziel des Aktionstages. Die drei Polizistinnen beantworteten Fragen und hielten auch Radelnde an, die ohne Fahrradhelm unterwegs waren.

Kappe statt Helm

Verboten ist das nicht, aber Sonja Orbons will einen Denkanstoß geben: Sie klärte einen Mann mit Kappe statt Helm auf dem Kopf über die Risiken und möglichen Folgen für den Radfahrer selbst, aber auch für seine Angehörigen auf. „Es wäre toll, wenn Sie sich mal Gedanken darüber machen“, schließt das Gespräch.

Ebenfalls ausgestellt auf der Balkantrasse in Burscheid war an diesem Morgen eine digitale Informationssäule. Hier konnten alle Verkehrsteilnehmerinnen und Teilnehmer, egal ob mit dem Fahrrad, zu Fuß oder auf anderen Wegen, hilfreiche Informationen finden. Wie schnell ist beispielsweise ein Pedelec unterwegs? Die Informationstafel ist „eher für junge Leute“, erzählt Siggi Breuer, Verkehrssicherheitsbetreuer bei der Polizei im Rheinisch-Bergischen Kreis. Die erreiche man mit dem Informationsstand aber nicht wirklich. Vor allem Erwachsene kamen am Informationsstand vorbei.

Mehr Unfälle mit E-Scootern

Erhöht hat sich vor allem die Unfallzahl mit Elektrokleinfahrzeugen, also beispielsweise E-Scootern. In nur einem Jahr ist die Unfallzahl von zehn auf 31 gestiegen. Und auch die Unfälle mit Beteiligung von Jugendlichen sind stark gestiegen: von 53 auf 81 Unfälle im vergangenen Jahr. Damit sich Besucherinnen und Besucher auch der Risiken auf der Balkantrasse bewusst werden, hat die Polizei zudem beispielhaft einige Unfallberichte aus der Vergangenheit von der Balkantrasse mitgebracht.

Dazu kommt: Die Dunkelziffer auf der Balkantrasse dürfte hoch sein, glauben die Polizistinnen. Denn viele rufen nach einem Unfall nicht die Polizei, sodass diese Unfälle auch in der Statistik nicht auftauchen. „Auf der Trasse generell passiert schon mehr, als wir mitbekommen“, ist sich auch Michaela Barz sicher.

Für die Aufklärung auf der Balkantrasse arbeiten die Polizei aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis und die Polizei aus dem Oberbergischen Kreis zusammen. „Wir unterstützen uns gegenseitig“, erklärt Lisa Gademann. Der gemeinsame Appell an diesem Morgen lautet: Nicht auf das eigene Recht pochen und auch mal gegenseitige Rücksicht zeigen.