BlütenstadtgartenLeichlingen sät das Fundament für den Zusammenhalt

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Eine Frau sitzt auf dem Rand eines Pflanzenbeetes.

Die Koordinatorin des sozialen Projekts, Gisela Schindler.

Die Katastrophenhilfe der Diakonie Leverkusen engagiert sich mit dem Ziel, Leichlingen „essbar“ und „resilient“ zu machen.

Dass den Blütenstadtgarten vor gut drei Jahren das Wasser der Wupper heimsuchte, wirkt angesichts seines momentanen (friedlichen) Zustands surreal. Nichtsdestoweniger sei dieser Ort gewissermaßen symbolisch für das, was hier entstehen solle, bestätigte Gisela Schindler. Sie arbeitet für das Diakonische Werk Leverkusen in der Katastrophenhilfe und ist Hauptansprechpartnerin des Projekts. 

Dieser einst vom Hochwasser gebeutelte Ort beherbergt mittlerweile Pflanzenbeete sowie ein kleines Gartenhaus und bietet die Möglichkeit für Jung und Alt, gemeinschaftlich zu Gärtnern. Hier wachsen Äpfel, Blumenkohl, Himbeeren, Kaiserschoten, Rhabarber, Zitronenmelisse und vieles mehr. Jeder, der Interesse habe, dabei mitzuwirken, sei herzlich willkommen und könne sich gerne einbringen, betonte Silke de Roode, Stadtnetzwerkerin von Leichlingen.

Katastrophenprävention zentrales Anliegen

Neben der gemeinsamen Gartenarbeit, wolle man die Mitwirkenden für ökologische Themen sensibilisieren, führte Gisela Schindler aus. In diesem Fall gehe es aber nicht nur darum, sich beispielsweise mit lokal wachsenden Pflanzen auseinanderzusetzen, sondern auch, einen aktiven Beitrag zum Hochwasserschutz zu leisten, erläuterte Andreas Vollmert von der Katastrophenhilfe der Diakonie Rheinland Westfalen Lippe. Seiner Einschätzung nach, „gibt es in dieser Form Quartiersarbeit anderswo noch nicht“.

Laut Andreas Vollmert bedeutet Quartiersarbeit also vornehmlich das Ehrenamt in Leichlingen zu stärken. Mit passenden Nachhaltigkeitskonzepten solle ein höheres Bewusstsein in der Bevölkerung für Katastrophenprävention und Klimafolgenanpassung entstehen. Insofern sei der Leichlinger Blütenstadtgarten ganz ausdrücklich dafür gedacht, dass sich die Leute untereinander vernetzen.

Ort der Gemeinschaft soll entstehen

Silke de Roode stellte klar: „Wenn jemand keine Lust auf Gärtnern hat, kann man trotzdem gerne mit einer Kanne Kaffee vorbeikommen, um zu plaudern.“ Der Blütenstadtgarten sei ein Ort, an dem man sich austauschen könne. Auch gerade ältere Menschen wollten weiterhin am sozialen Leben teilhaben, machte Andreas Vollmert deutlich. Wenn sich daraus andere gemeinschaftstärkende Vorhaben ergäben, sei das erwünscht.

Für Kinder stände vor allem ein umweltpädagogischer Aspekt im Vordergrund, erklärte Gisela Schindler: „Hier können sie selbst säen und dem Gemüse beim Wachsen zugucken.“ Die Kinder hätten „voll den Spaß“, sich aktiv einzubringen. Vor allem die Pflanzen zu wässern mache den Kindern Freude, ergänzte Gisela Schindler lachend. Was man nicht essen dürfe, zeige man den Kindern aber genauso wie, was gut nebeneinander wachse.

Wer Interesse hat, sich über das Projekt zu informieren, kann jeden Donnerstag zwischen 16 und 17 Uhr beim Blütenstadtgarten vorbeikommen. Darüber hinaus steht Gisela Schindler telefonisch unter der Rufnummer 0157/77208212 oder per Mail für Rückfragen zur Verfügung.

gisela.schindler@diakonie-leverkusen.de

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