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„Ungewöhnlich starkes Ausmaß“Erste Pollen bereiten Allergikern in Leverkusen Probleme

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Hasel LEV

Haselpollen sind jetzt schon unterwegs.

Leverkusen – Für Allergiker bricht keine gute Zeit an. Bereits um Silvester habe der Flug von Hasel-, Erlen- und Eibenpollen in Leverkusen begonnen, schreibt Lungenfacharzt Norbert Mülleneisen – „mit einem für die Jahreszeit ungewöhnlich starken Ausmaß“. Schon jetzt hätten sich die ersten Patienten mit Heuschnupfenbeschwerden bei ihm in seiner Praxis eingestellt.

Bereits um Weihnachten sei es mit den ersten Haselpollen losgegangen, hat Mülleneisen beobachtet. Besonders ist in diesem Jahr auch die Tatsache, dass es just um den Jahreswechsel einen „heftigen Zypressenpollenflug“ gegeben hat.

Die Daten hat der Mediziner aus seiner Pollenfalle in Rheindorf. Die Falle wird einmal in der Woche geleert, die Tage können aber einzeln ausgewertet werden. Norbert Mülleneisen verglich seine Beobachtung mit Informationen vom Deutschen Wetterdienst und Infos von den Kölner Kollegen mit ihrer Pollenfalle am Severinsklösterchen.

Ursache bei den Zypressepollen sei wohl ein „Ferntransport“ der Pollen aus Südwesteuropa. Die Pollen wandern mit entsprechenden Wetterphänomenen und Winden. Es habe auch schonmal Pollenflüge aus Sibirien gegeben, erklärt Mülleneisen, doch meist kämen die Pollen aus der näheren Umgebung. 

Dezember trockener als Durchschnitt

Das Klima der vergangenen Wochen begünstigt die Ausbreitung. Auch, wenn es sich anders angefühlt hat: Im Dezember fiel weniger Regen als im Durchschnitt, hat der Wupperverband gemessen. Und je wärmer es durch den Klimawandel werde, umso mehr und auch länger könnten die Pollen fliegen, zeichnet Norbert Mülleneisen eine für Allergiker nicht rosige Zukunft.

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Dabei sei der Trend zu immer mehr Allergien etwas gebremst. Nach wie vor nähmen Allergien zu, hat Mülleneisen beobachtet, aber die Geschwindigkeit sei in den westlichen Ländern „gebremst“.

Im Februar und März sei erstmal die Eibe dran, auch die Erle werde stärker zulegen, erklärt Mülleneisen, im März/April komme dann die Birke hinzu. Hier erwartet er ein Mastjahr mit besonders viel Birkenpollen, das komme alle zwei Jahre vor.