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Neues BerufskollegLeverkusen stellt Grundstück neben dem Opladener Busbahnhof zur Verfügung

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Baufeld südlich Busbahnhof, derzeit als Parkplatz genutzt

Das Baufeld südlich des Busbahnhofs (rechts) wird derzeit als Parkplatz genutzt.

In der Bahnstadt-West soll der Grundstücksverkauf für das neue technische Berufskolleg besiegelt werden.

Der Bau einer Berufsschule in der Neuen Bahnstadt-West rückt näher. In der Ratssitzung am Montag in nicht-öffentlicher Sitzung hat der Rat dem Verkauf des Grundstücks zwischen Bahnallee, Europaallee und dem Busbahnhof zugestimmt. Die fünf Parzellen, die derzeit als Parkplatz genutzt werden, summieren sich auf insgesamt etwas über 7000 Quadratmeter, die zu einem Preis von knapp unter 600 Euro je Quadratmeter verkauft werden.

Eine Machbarkeitsstudie hat prinzipiell ergeben, dass es sinnvoll ist, den Bau an dieser Stelle in Opladen zu bauen. Tatsächlich: Direkt neben dem Busbahnhof und dem Bahnhof gelegen, kann man sich kaum ein besseres Grundstück für eine Schule denken.

In der neuen Schule, die den Bau an der Stauffenbergstraße ersetzen soll, sollen alle technischen Bildungsgänge zusammengefasst werden. Auch Bildungsgänge der Geschwister-Scholl-Schule an der Bismarckstraße sollen nach Opladen verlegt werden. Dafür sollen an der Bismarckstraße die Bildungsgänge des Sozial- und Gesundheitswesens zusammengefasst werden. Das Schulgebäude des Kollegs an der Stauffenbergstraße ist etwa 60 Jahre alt. Mit der Bausubstanz steht es nicht zum Besten.

Geschwister Scholl Berufskolleg  Foto: Ralf Krieger

Das Geschwister-Scholl-Berufskolleg an der Bismarckstraße

Die Errichtung und Ausstattung zeitgemäßer technischer Labore und Werkstätten am Berufskolleg Opladen werde – selbst in reduzierter Form - voraussichtlich teurer als der Bau von Klassenräumen für den sozialpädagogischen Bereich am Geschwister-Scholl-Berufskolleg. Die finanzielle Entlastung der Stadt Leverkusen durch Abgabe aller technischen Bildungsgänge sowie der geplante und notwendige Neubau durch den Zweckverband führten zur Forderung einer Ausgleichszahlung zugunsten des Zweckverbands durch dessen Mitglieder, schreibt die Verwaltung. Der Zweckverband hole zum Beispiel Investitionen nach, die Leverkusen in der Vergangenheit hätten leisten müssen, die die Stadt im Geschwister-Scholl-Berufskolleg an der Bismarckstraße nicht mehr geleistet hat, weil der Umzug absehbar ist. Die Ausgleichszahlung will Leverkusen mindestens anteilig durch die Bereitstellung des Grundstücks verrechnen.

An der Ausstattung soll gespart werden

Man muss wohl auch an der technischen Ausstattung der neuen Schule etwas knausern: „Es ist davon auszugehen, dass bisherige Ausstattungen insbesondere bei den technischen Bildungsgängen in der Form und in dem Umfang wie bislang vorgehalten, künftig nicht mehr notwendig sind“, heißt es in der Vorlage. Ein Fertigstellungstermin für die Schule steht noch nicht fest. 

Berufskolleg Stauffenbergstraße

Das Berufskolleg an der Stauffenbergstraße soll ersetzt werden.

Mit dem Verkauf will sich die Stadt Leverkusen ein Vorkaufsrecht für insgesamt 11.111 Quadratmeter des Grundstücks des Berufskollegs an der Stauffenbergstraße zum dann aktuellen Verkehrswert sichern. Dort könnten Wohnungen gebaut werden.

Dem Zweckverband gehören neben der Stadt Leverkusen die Städte Burscheid, Langenfeld, Leichlingen und Monheim an. Die Stadtverwaltung drängt die Politiker, dem Verkauf des Grundstücks in der Bahnstadt West zuzustimmen, um den Fortgang des Projekts nicht zu gefährden.