Der Verein „Hand-in-Hand Burkina Faso“ informierte am Sonntag über ihr Bauprojekt einer Geburtsstation in einem Dorf in Burkina Faso.
Für Burkina FasoVerein informiert in Schlebusch über neue Geburtsstation

Mitglieder und Vorstand des Vereins „Hand-in-Hand Burkina Faso“ informierten am Sonntag über ihre Geburtsstation.
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In ländlichen Gebieten von Burkina Faso ist es trotz kostenloser Behandlung in Gesundheitszentren, sogenannten CSPS, schwierig, eine risikofreie Geburt durchzuführen. Denn in vielen Dörfern gibt es keine geschulten Hebammen, die bei einer Geburt assistieren können. In der Regenzeit von Juli bis September können Hebammen kaum zwischen Dörfern reisen, um bei einer Geburt zu helfen.
Dem möchte der Verein „Hand-in-Hand Burkina Faso“ entgegenwirken. Der Verein mit Sitz in Köln informierte am Sonntag, 12. Juli über seine Projekte im Evangelischen Gemeindezentrum in Schlebusch. Dort stand vor allem die sichere Geburtsstation in einem Dorf, das zur Stadt Ouarégou gehört, im Mittelpunkt.
Kritische Lage in Burkina Faso
Seit dem das Militär in Burkina Faso 2022 geputscht hat steht das Land in einem sozialen und politischen Umbruch. Der neue Präsident Ibrahim Traoré geht massiv gegen Korruption vor und möchte die soziale Lage im Land stabilisieren. Dabei unterstützt die Militärregierung auch Projekte, die in Burkina Faso einen positiven Einfluss haben sollen.
Der Verein „Hand-in-Hand Burkina Faso“ ist seit 2018 aktiv. Sie haben bereits 2022 einen Brunnen in einem Dorf gebaut und errichten aktuell eine Geburtsstation. Die Geburtsstation soll Frauen helfen, eine sichere und professionell begleitete Geburt durchzuführen und auch die Sterblichkeitsrate sowie das Verletzungsrisiko während der Geburt senken. Besonders in ländlichen Räumen fehlt es an geschultem Personal und sanitären Räumlichkeiten.
Die Idee einer Geburtsstation stammt von Adama Bance, der den Verein gegründet hat und heute Vorsitzender ist. Bance stammt selbst aus Burkina Faso und hat dort die Geburt seiner Kinder erlebt. Das war ein schwieriges Erlebniss, erzählt der Vorsitzende. Als er nach Europa kam, hat er viel Positives über das Gesundheitssystem erfahren und will vor allem sichere Geburten in Burkina Faso ermöglichen. Deswegen setzt sich der dreifache Vater mit dem Verein für die Geburtsstation ein.
Anfang vergangenen Jahres begannen die Bauarbeiten in dem burkinischen Dorf. Seit dem hat der Verein über 30.000 Euro an Spenden für die Geburtsstation gesammelt. Der Bau geht schnell voran, das Gebäude sowie die Kosten für die Innenausstattung sind schon gedeckt. Jetzt sollen Strom- und Wasserversorgungen im Gebäude eingerichtet werden, damit die Geburtsstation voraussichtlich Anfang 2027 in Betrieb genommen werden kann.
Viel Unterstützung für den Verein
Dorfbewohner helfen beim Bau der Geburtsstation. So spare man Personalkosten, erklärte Anke Tessun aus dem Verein. Wenn die Station fertig ist, soll sich ein lokaler Verein um ihre Verwaltung kümmern. Allerdings ist weiteres Geld nötig, um moderne medizinische Ausrüstung kaufen zu können.
Das Thema sichere Geburt versuchte der Verein, auch auf andere Weise in Burkina Faso voranzubringen. Die Mitglieder wollen weiterhin Hebammen unterstützen, ihre Ausstattung erweitern und auch einen Krankenwagen anschaffen, um Hebammen und gebärende Frauen zu transportieren.
