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140 Jahre MGVSchlebuscher „Loreley“-Sänger singen in voll besetzter Friedenskirche

2 min
Fast 50 aktive Mitglieder hat der Chor derzeit.

Fast 50 aktive Mitglieder hat der Chor derzeit.

Fast 50 aktive Mitglieder hat der Chor derzeit.

Heimatlieder, Schlager, aber auch moderne Titel – mit einem abwechslungsreichen Sommerkonzert feierte der Männergesangverein „Loreley“ Schlebusch sein 140-jähriges Bestehen in der voll besetzten Friedenskirche in der Waldsiedlung.

Bei seinem Streifzug durch 140 Jahre MGV setzten die Sänger und Chorleiter Achim Hoffmann bewusst nicht auf eine chronologische Reihenfolge. Stattdessen stellten sie das Programm nach unterschiedlichen Musikrichtungen zusammen. Und neben dem großen Chor traten auch die „Lorelisten“, eine kleinere Formation des Vereins, auf.

Immer wieder traten verschiedene Sänger als Solisten hervor, Unterstützung am Klavier hatte der MGV von Christoph Frank. Ein besonderer Höhepunkt war die Aufführung von „Major Tom“, das der Chor ursprünglich auch mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft ausgewählt hatte.

Dass sich ein ehrenamtlich geführter Verein 140 Jahre gehalten hat, liegt daran, dass die Freude an der Musik und am gemeinsamen Singen die Menschen bis heute verbindet.
Willi Manderscheid, zweiter Vorsitzender

Der zweite Vorsitzende Willi Manderscheid blickte mit Stolz auf die Geschichte des Vereins zurück. „Dass sich ein ehrenamtlich geführter Verein 140 Jahre gehalten hat, liegt daran, dass die Freude an der Musik und am gemeinsamen Singen die Menschen bis heute verbindet“, sagte er. Trotz gesellschaftlicher Veränderungen sei genau diese Begeisterung der Grund dafür, dass sich Männer auch heute noch im Chor engagieren.

Aktuell zählt der Männergesangverein 48 aktive Sänger. Das Durchschnittsalter liege zwar bei 72 Jahren, dennoch sehe der Verein optimistisch in die Zukunft. „Wir bemühen uns ständig darum, neue Sänger zu gewinnen. Wir möchten den Verein noch möglichst lange weiterführen“, erklärte Manderscheid.

Während der Corona-Pandemie habe der Chor einen deutlichen Rückgang erlebt. Die Zahl der aktiven Sänger sei von rund 50 auf etwa 30 gesunken. In den vergangenen Jahren habe sich der Verein jedoch wieder erholt. Dazu hätten auch Sänger beigetragen, deren Chöre sich aufgelöst hatten. „Viele Vereine finden keine Menschen mehr, die Verantwortung im Vorstand übernehmen möchten. Dadurch lösen sie sich auf. Einige Sänger haben dann den Weg zu uns gefunden“, berichtete Manderscheid. Gleichzeitig seien auch neue Mitglieder hinzugekommen, die sich schnell in den Chor integriert hätten.

Die Freude am gemeinsamen Singen sei nach wie vor das wichtigste Fundament des Vereins. Bereits in der historischen Satzung sei als Ziel festgehalten worden, sich „im Gesange zu üben sowie unter dem Schutz der Eintracht gesellig zu vergnügen“. Dieser Gedanke habe auch nach 140 Jahren nichts von seiner Bedeutung verloren.