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Erasmus-TreffenSchüler aus Irland, Schweden, Spanien und Opladen debattieren über Wasser

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Schülerinnen und Schüler des Erasmus-Projekts in der Mensa im Landrat-Lucas-Gymnasium

Jugendliche am Landrat-Lucas-Gymnasium trafen sich mit Schülerinnen und Schülern im Rahmen eines Projekts über die Zukunft des Trinkwassers.

Freitagmorgen 9 Uhr: Die Mensa des Landrat-Lucas-Gymnasiums ist gut gefüllt. Etwa 40 Schülerinnen und Schüler sitzen gemeinsam an Tischen, den Blick auf eine Leinwand gerichtet. Konzentriert folgen sie den Worten von Anja Mahlke, Lehrerin am Gymnasium und Leiterin der Erasmusgruppe. Sie eröffnet gerade das „Innovation Game“ zum Thema: „Wie können wir die Ressource Wasser schützen?“

Die Schülerinnen und Schüler kommen aus Irland, Spanien, Schweden und Deutschland. Es ist der Abschlusstag eines einwöchigen, ereignisreichen Erasmus-Treffens. Den Montag nutzen die Beteiligten, um sich kennenzulernen und die ersten Themen vorzubereiten. Am Dienstag lag der Schwerpunkt auf dem Besuch der Ausstellung im Foyer des Verwaltungsgebäudes am Goetheplatz mit dem Titel „Alles im Fluss!?“, die sich genau mit dieser Problematik befasst und die von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums entwickelt wurde. Da die Ausstellung auf Deutsch ist, hielten Teilnehmende kurze Referate, um den internationalen Gästen ebenfalls einen Zugang zum Inhalt zu ermöglichen.

Fragen nach der Wasserqualität in Flüssen, der Bedeutung von Wasser und Mooren, waren nur einige der Kernprobleme, mit denen sich die Gruppe befasste. Ein Ausflug ins Klärwerk machte ihnen deutlich, wie verschmutzt das Wasser dort ankommt und wie komplex der Vorgang ist, es wieder nutzbar zu machen. Dass Innovationen zum Wasserschutz unterschiedlich aussehen können, zeigte der Wohnkomplex im niederländischen Kerkrade, den sie am Donnerstag besuchten. Hier erlebten die Schülerinnen und Schüler, wie in einer klugen Architektur Schmutzwasser im Komplex direkt wieder aufbereitet werden und Wasser gespart werden kann.

Doch am Freitag steht das „Innovation Game“ auf dem Programm,  krönender Abschluss einer aufregenden Woche. Wichtigster Punkt: Die Jugendlichen hatten selbst Ideen entwickelt, wie die Ressource Wasser in Zukunft geschützt werden kann, und stellten diese Ideen vor.

Jedes der teilnehmenden Länder war im Vorfeld bereits Gastgeber einer ähnlichen Projektwoche, so dass die Jugendlichen im Verlaufe der Reisen einen Einblick in die speziellen Probleme der einzelnen Länder bekamen. „Wir haben viel aus den einzelnen Ländern mitgenommen“, sagte Mahlke. Die Gründe, warum die 14- bis 18-Jährigen an der Projektreihe teilnahmen, sind vielfältig: Die Weiterentwicklung der englischen Sprachkenntnisse, das Interesse am Thema selbst oder ein grundsätzliches Interesse an naturwissenschaftlichen Themen. „Der Reiz ist es auch, andere Leute aus anderen Ländern zu treffen und kennenzulernen“, erklärte Kisha aus Deutschland. „Die Probleme in jedem Land sind anders, und das global zu sehen, ist interessant.“

Dem stimmten Arya aus Deutschland, Rufus aus Schweden, Kate aus Irland und Berta aus Spanien zu. Für sie steht fest, dass sie an ihrem Verhalten etwas ändern werden. „Weniger Konsum“, sagte Rufu. „Ein bewussterer Umgang mit der Ressource Wasser“, waren sich alle einig. „Es wird so viel gebraucht, für die Herstellung von Dingen, das haben wir hier gelernt“, erklärte Kisha weiter. Die Ausstellung im Verwaltungsgebäude ist noch bis Freitag, 23. Januar, zu besichtigen.