Die neue Ausstellung „sagmal_kunst“ lädt Besucherinnen und Besucher zum Austausch ein und verbindet die sozialen Medien mit der Kunst.
„sagmal_kunst“Wie der Kunstverein Leverkusen Realität und Social Media zusammenbringt

Josef Schiefer und Susanne Wedewer-Pampus in der neuen Ausstellung „sagmal_kunst“ des Kunstvereins Leverkusen.
Copyright: Anne Philipp
Unter dem Motto „social media gets real“ eröffnet der Kunstverein Leverkusen am Freitag, 10. April, seine neue Ausstellung „sagmal_kunst“. Das Format der Ausstellung ist ein ganz besonderes: Es geht um den Austausch zwischen Künstlerinnen und Künstlern sowie den Besucherinnen und Besuchern.
Im Jahr 2025 hatte der Künstler Josef Schiefer in Zusammenarbeit mit Digitalberaterin Daria Razumovych den Kanal „sagmal_kunst“ auf Instagram ins Leben. In Interview geben vor allem Künstlerinnen und Künstler auf diesem Account Einblicke in ihren Beruf und stellen sich fragen, die sich der eine oder andere vielleicht auch fragt, sich aber nicht zu fragen traut: Können Künstlerinnen und Künstler überhaupt von ihrer Kunst leben? Wie ist es als Frau in der Kunst? Die Künstlerinnen und Künstler, die sich auf dem Account, der mittlerweile über 16.000 Menschen erreicht, den verschiedenen Fragen stellen, stellen ihre Werke jetzt in der neuen Ausstellung in den Remisen von Schloss Morsbroich aus.
Die Techniken sind verschieden
Die Werke sind vielfältig, viele bunt und die verwendeten Maltechniken variieren von Werk zu Werk und von Künstler zu Künstler. Aber dennoch finden sich viele Gemeinsamkeiten in den Ausstellungsstücken, findet Künstler Josef Schiefer, dessen Werke ebenfalls zu sehen sind. Ihm ging es beim Eröffnen des Instagram-Accounts darum, Öffentlichkeit herzustellen, aber eine andere Öffentlichkeit. „Ich will keine Eliten ansprechen, ich will durchdringen in die Mitte der Gesellschaft“, erklärt Schiefer. Auch die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler hätten alle ihren Status und stellen national sowie teilweise auch international aus, dennoch seien sie keine Superstars, so Schiefer.
In den sozialen Medien erreiche man alle Menschen, denen dadurch der Zugang zur Kunst ermöglicht werden soll, erklärt Josef Schiefer. Auch der Austausch mit den Followerinnen und Followern spiele dabei eine ganz besondere Rolle.
Austausch soll zentral sein
Und genau dieser Austausch soll auch bei der Ausstellung eine ganz zentrale Rolle einnehmen: Dazu stehen in der Mitte des Ausstellungsraums Hocker, auf denen die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler mit den Besucherinnen und Besuchern in Kontakt treten können – „social media gets real“ –, denn dann können wie zuvor auf dem Instagram-Account auch in der Realität Fragen gestellt werden. Auf die Fragen freuen sich die Künnstlerinnen und Künstler auch, so Schiefer, „denn wir quatschen gerne“, fügt er mit einem Schmunzeln hinzu. Und wer weiß, vielleicht wird aus „real“ dann auch wieder „Social Media“, wenn sich genau diese Fragen wenig später auch auf dem Instagram-Account wiederfinden.
„Es ist ein lebendiges Projekt“, so Susanne Wedewer-Pampus vom Kunstverein Leverkusen. Man wolle das Projekt auf jeden Fall weiterführen und möglicherweise auch weitere Künstlerinnen und Künstler mit einbinden. Josef Schiefer freut sich ganz besonders auf die Ausstellung, denn nahezu alle Künstlerinnen und Künstler studierten mit ihm zusammen an der Akademie in Düsseldorf. Es sei wie ein Klassentreffen, erklärt Schiefer, „man freut sich, dass man das gemeinsam geschafft hat“.
Am Freitag, 10. April, feiert die Ausstellung im Kunstverein Leverkusen, am Schloss Morsbroich, um 19 Uhr ihre Eröffnung. Bis zum Sonntag, 26. April können die Werke betrachtet werden.
