Die Idee, die Asphaltfläche aufzubrechen, kam von der Einrichtung selbst.
KlimaanpassungLand und EU fördern Entsiegelung des Hofs der Musikschule Leverkusen

Der Parkplatz hinter der Musikschule könnte entsiegelt werden. Foto: Ralf Krieger
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Der Schulhof der Musik- und Kunstschule an der Friedrich-Ebert-Straße in Wiesdorf ist eine der wenigen Flächen in der Stadt, die die Verwaltung entsiegeln kann, um sich dem Klimawandel anzupassen. Vor gut einem Jahr war die Idee durch die Musikschule selbst aufgekommen, die rund 2000 Quadratmeter große Asphaltfläche umzugestalten. Wie die Stadt jetzt mitteilt, tragen das Land und die EU den Großteil der Kosten dafür.
„Klimaanpassung.Kommunen.NRW“ heißt das Programm, über das die Umgestaltung und Entsiegelung des Hofs finanziert wird. Das Geld kommt aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (Efre) und dem Just Transition Fund (JTF), einem EU-Fonds, der die sozialen und wirtschaftlichen Folgen des Kohleausstiegs abfedern soll. „Ob bei der wachsenden Zahl von Hitzetoten oder Schäden durch Überschwemmungen: Gefragt sind Maßnahmen, die städtische Infrastrukturen klimasicher gestalten und die lokale Widerstandsfähigkeit gegen Extremwettereignisse stärken“, teilt die Stadt dazu mit.
Kleiner Wald mit Blumenwiese soll entstehen
Der Schulhof einer ehemaligen Jungenschule bietet sich für die Entsiegelung an, weil der „für die Nutzung als Musikschule überdimensioniert“ sei. Und die Stadt könne so den Anteil der Freiflächen erhöhen und „einen Beitrag zum Klimaschutz im Stadtquartier und für die Gesamtstadt leisten“.
„Vier Jahreszeiten“ nennt die Stadt das Umgestaltungsprojekt. Auf den noch befestigten Flächen soll ein kleiner Wald mit Blühwiese entstehen. Dazu will man die Altlast unter dem Asphalt entfernen. Das Regenwasser soll dem Grundwasser zugeführt werden. Entweder soll es von selbst versickern oder in unterirdische Auffangbecken fließen, die das Regenwasser erst aufnehmen und dann wieder abgeben. Die Stadt hofft, dass der Platz insgesamt attraktiver und belebter werde.
708.000 Euro bekommt die Stadt von den Fördermittelgebern, das entspricht 90 Prozent der Gesamtkosten. 80.000 Euro muss die Stadt selbst zahlen, fertig sein soll der neue Schulhof Ende 2028.
