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Wegen DürreNoch weniger Wasser für die Flüsse in Leverkusen

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Wupper, Dhünnmündung Dhünn rechts, wupper links
Bild: Ralf Krieger

Rechts die Dhünn, links die Wupper, beide bekommen weniger Wasser aus den Talsperren. 

Der Wupperverband sieht sich gezwungen, nach der Dhünn auch den Zufluss zur Wupper zu drosseln. Sonst könnten die Talsperren leer laufen.

Die enorme Trockenheit zwingt den Wupperverband erneut zu einer Reaktion. Seit Montag fließt weniger Wasser aus der Wupper-Talsperre in den Fluss ab: nur noch 3000 Liter pro Sekunde, statt bisher 3500. Das wird sich im Flusslauf bis zur Rheinmündung absehbar bemerkbar machen. Am nächsten Pegel hinter der Talsperre, Kluserbrücke in Wuppertal, werde der Wasserstand von 21 auf 18 Zentimeter zurückgehen, berichtete Susanne Fischer, Sprecherin des Verbands. Hintergrund der Drosselung, die vorerst bis Ende September gilt, ist der niedrige Pegelstand der Wupper-Talsperre: nur noch 33 Prozent.

Den Zufluss zur Dhünn aus der Talsperre musste der Wupperverband schon im März drosseln. Das Ergebnis ist deutlich zu sehen.

Den Zufluss zur Dhünn aus der Talsperre musste der Wupperverband schon im März drosseln. Das Ergebnis ist deutlich zu sehen.

In der Bever-Talsperre sieht es etwas besser aus. Der Pegelstand liegt nach Angaben des Verbands derzeit bei 66 Prozent – auch von dort wird Wasser in die Wupper abgegeben. Das sei in den vergangenen Monaten schon an 111 Tagen nötig gewesen, heißt es. 29 Millionen Kubikmeter Wasser seien von den Talsperren in die Wupper geflossen. Aber das könne wegen der Trockenheit so nicht weitergehen. Wie sich der noch niedrigere Pegel auf die Wasserqualität der Wupper auswirkt, will der Verband „kontinuierlich“ beobachten.

Schon seit März muss gedrosselt werden

Schon seit März wird weniger Wasser an die Dhünn abgegeben: Die große Dhünn-Talsperre ist im Moment nur noch zu 46 Prozent gefüllt. Um den Wasservorrat dort zu schonen, wurde die Abgabe von 1000 auf 700 Liter pro Sekunde verringert. Diese Angabe bezieht sich auf den Pegel in Leverkusen. Seit April haben außerdem die Wasserversorger auf den niedrigen Stand der Talsperre reagiert „und nehmen andere Rohwasserquellen stärker in Anspruch“, ergänzt Fischer.

Die Wupper-Talsperre mit niedrigem Pegel im August 2026

Nur noch 33 Prozent Füllstand hat die Wupper-Talsperre. Der Ablauf in die Wupper wird ab Montag, 3. August 2026, verringert. Mit Folgen für den Fluss.

Die immer häufigeren und extremen Dürrephasen erzwängen ein anderes Wassermanagement in den Talsperren und Flüssen, die vom Wupperverband bewirtschaftet werden. Schon im vergangenen Trockenjahr – das war 2025 – habe der Verband schrittweise die Niedrigwasserabgabe aus den Talsperren an die Wupper verringert, hieß es am Montag: „Dadurch wurde ein Leerlaufen verhindert.“

In diesem Jahr seien nur der Februar sehr nass und der Mai durchschnittlich feucht gewesen. An der Bever-Talsperre seien seit vorigem November nur zwei Drittel der durchschnittlichen Regenmenge gefallen.