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BilanzVoller Park zum Höhepunkt des Schlebuscher Volksfestes

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Am Sonntagabend strömten Tausende in den Wuppermannpark

Sonnenschein und „Bläck Fööss“: Am Sonntagabend strömten Tausende in den Wuppermannpark

Veranstalter Werner Nolden zieht trotz des Wetters eine positive Bilanz, alles sei friedlich geblieben.

Die Bläck Fööss stehen gerade eine halbe Stunde auf der Bühne im Wuppermannpark, als die Setlist der Kölsch-Band eine perfekte Zusammenfassung des Abends bietet: Auf „Wenn de Sonn schön schingk“ folgt „Unser Stammbaum“: „Su simmer all he hinjekumme …“. Mehr als 5000 Menschen seien es gewesen, sagt Veranstalter Werner Nolden am nächsten Tag, die am Sonntagabend endlich bei Sonnenschein zum Abschlusskonzert des Schlebuscher Schützen- und Volksfestes gekommen sind. Natürlich habe auch er Sorgen gehabt, ob die „Fööss“ nach der kompletten Neubesetzung die Leute noch erreichen.

Zu Unrecht. Vor der Bühne wird gefeiert, geschunkelt und mitgesungen. Gar „furios“, findet Nolden. Im hinteren Teil des Parks stehen viele Familien und größere Freundesgruppen und freuen sich über einen entspannten Ausklang des langen Wochenendes bei Bier, Gesprächen und Livemusik, bis die Fööss sich und das Publikum mit dem „Bickendorfer Büdchen“ in den Feierabend verabschieden.

Der Leverkusener Pit Hupperten mit den „Bläck Fööss“ auf der Bühne.

Heimspiel: Der Leverkusener Pit Hupperten mit den „Bläck Fööss“ auf der Bühne.

„Da war der Schmerz von Donnerstag wieder verflogen“, sagt Nolden. Denn der Start in das lange Festwochenende war verregnet und damit schleppend. Auch Freitag und Samstag waren wettermäßig durchwachsen, was viele aber nicht abschreckte. „Die Schlebuscher sind sehr dankbar für diese Veranstaltung und trotzen dann auch dem Wetter“, stellt Nolden fest. Auch die karnevalistisch geprägte Fußgängerzone „Jecke Meile“ sei im zweiten Jahr sehr gut angekommen, sagt Initiatorin Kerstin Nowack. „Es hat sich als positiv herausgestellt, dass wir die Bühne in diesem Jahr nicht etwas abseits auf dem Arcadenplatz, sondern mitten in der Fußgängerzone hatten, so war da die ganze Zeit etwas los.“

Die teilnehmenden Vereine, die über die Veranstaltung den Kontakt zu den Bürgern auch außerhalb der Session pflegen wollen, seien zufrieden gewesen, resümiert Nowack. Auch die Aussteller auf der angeschlossenen Kirmes hätten beim Abbau alle ein Lächeln auf dem Gesicht. „Da muss ich keinen fragen, ob er wiederkommt“, sagt Nolden.

Keine Unfälle, kein Theater

Besonders glücklich ist der Veranstalter über den reibungslosen Ablauf: „Keine Unfälle, keine Schlägereien, kein Theater, alles friedlich – das ist das Wichtigste.“ Eine Rückmeldung habe er an diesen Volksfesttagen allerdings häufig bekommen, vor allem von Frauen: die Forderung nach einem Wein- oder Sektstand. „Das hat mich überrascht“, sagt Nolden. „Als wir den das letzte Mal hatten, hatten wir im Büro noch zwei Monate lang die Reste zum Trinken.“ Das sei zwar auch prima gewesen, aber ja nicht Sinn der Veranstaltung. Für das kommende Jahr überlege er, ob man Wein und Sekt an dem ein oder anderen Bierstand integrieren kann, um allen gerecht zu werden.

Das Bühnenprogramm für das 42. Schlebuscher Schützen- und Volksfest im kommenden Jahr steht noch nicht endgültig fest. Große Zustimmung hat Nolden für den dreistündigen Auftritt der Band „Hörgerät“ am Freitagabend vernommen. „Ich bin auf die Bühne gegangen und habe eine Umfrage gemacht, ob die wiederkommen sollen. Das Ergebnis war einstimmig.“ Der Termin für das kommende Jahr sollte also schon im Kalender der Deutsch-Rocker stehen: Dann findet das Volksfest vom 27. bis 30. Mai statt. Wer als Highlight am Sonntagabend auf der Bühne stehen wird, will sich der Veranstalter jetzt in aller Ruhe überlegen. Wobei das mit der Ruhe so eine Sache ist: Schließlich ist es nur noch ein Monat bis zur Opladener Bierbörse vom 10. bis 13. Juli. Dann mit Brings auf der Bühne. Und selbstverständlich Guildo Horn.