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HerbstferienLeverkusener klagen über Bündelung von Baustellen

Sechs Maßnahmen werden in den Ferien abgearbeitet, teilweise geplant, teilweise ungeplant.

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Inzwischen ist die Abbiegespur von der Gustav-Heinemann- auf die Stixchesstraße gesperrt.

Inzwischen ist die Abbiegespur von der Gustav-Heinemann- auf die Stixchesstraße gesperrt.

Dass es für Autofahrerinnen und Autofahrer ungemütlich wird in diesen Herbstferien, war abzusehen. Gleich sechs Baustellen, die in den Herbstferien beginnen und spätestens bis zum 31. Oktober beendet sein sollen, stehen in der aktuellen Baustellenübersicht der Stadt Leverkusen. Dass die Baustellen so gebündelt daherkommen und diverse Einschränkungen für Autofahrerinnen und Autofahrer zur Folge haben, nervt Leverkusenerinnen und Leverkusener.

Vergangene Woche hatte sich eine Leserin aus Hitdorf in der Redaktion gemeldet, die Kanalinspektionen in der Yitzhak-Rabin-Straße kritisiert hat, wenn gleichzeitig durch Sperrungen auf der A59 und andere Baustellen rund um die Anschlussstelle Rheindorf sich der Autoverkehr ohnehin schon staue. Ein Leser beklagt, dass die halbseitige Sperrung der Alkenrather Straße wegen des Kirchturm-Abbruchs ausgerechnet zeitgleich mit der Vollsperrung der Carlo-Mierendorff-Straße geschehen sei, die eine Ausweichstrecke gewesen wäre.

Im Kreuz Leverkusen-West wird an der A59 gearbeitet, das hat Auswirkungen auf den Verkehr um die Autobahn herum.

Im Kreuz Leverkusen-West wird an der A59 gearbeitet, das hat Auswirkungen auf den Verkehr um die Autobahn herum.

Ein weiterer Leverkusener, der sich in der Redaktion gemeldet hatte, beschwert sich über die Situation in Manfort rund um die Stixchesstraße, die derzeit gesperrt ist: Die Zufahrt von der Gustav-Heinemann- in die Stixchesstraße sei zwar versperrt gewesen, die Abbiegespuren aber frei, schildert der Leser. Auf der anderen Seite der Sperrung sei ein Schild mit Umleitung über die Kunstfeldstraße aufgestellt worden. „Was nun folgte, war das absolute Chaos. Von beiden Seiten fuhren Fahrzeuge in die Kunstfeldstraße, wobei ein Teil der Straße eine Einbahnstraße ist.“

Einbahnstraße wird ignoriert

Und nicht alle hätten in der Einbahnstraße gewendet. Ein wenig Entlastung habe es gegeben, als in der Folge die Einmündung von der Gustav-Heinemann-Straße aus gesperrt worden sei. Jetzt weise aber aus Richtung Kaufland kommend ein allgemeines Umleitungsschild in die Kunstfeldstraße. Gedacht sei die laut Ordnungsamt nur für Anwohner und deren Besucher, sagt der Leser. Das sei aber nicht zu erkennen, „und sämtlicher Verkehr/Durchgangsverkehr geht nun durch die Kunstfeldstraße“.

Und das sei gefährlich. Auch weil viele die Einbahnstraße missachteten. Und an Tempo 30 hielten sich auch nicht alle. Der Leser meint, das allgemeine Umleitungsschild müsse entfernt werden: „Anwohner kennen den Weg und Besucher können von den betreffenden Anwohnern vorher informiert werden.“ Obwohl das Ordnungsamt einne Lösung angekündigt habe, sei „bisher absolut nichts“ passiert.

Die Stadtverwaltung nimmt auf Anfrage des „Leverkusener Anzeiger“ Stellung: Man habe Verkehrsteilnehmende beobachtet, die „verbotenerweise die Kunstfeldstraße, welche als Einbahnstraße ausgewiesen ist, entgegen der offiziell ausgewiesenen Fahrtrichtung genutzt haben“, bestätigt sie. Daraufhin habe man beschlossen, die beiden Abbiegespuren zur Stixchesstraße auf der Gustav-Heinemann-Straße aus Schlebusch und Wiesdorf kommend zu sperren.

Dass die aktuelle Baustellensituation bei den Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern zu Unmut führt, ist daher nachvollziehbar
Aus der Stellungnahme der Verwaltung

Das vom Leser erwähnte Schild, das in die Kunstfeldstraße führe, sei für die Anwohner und Anlieger aufgestellt worden. Man habe die Polizei, die für die Überwachung des fließenden Verkehrs zuständig ist, informiert. Die habe zugesichert, „die erforderlichen Kontrollen eigenständig durchzuführen – auch in Bezug auf das regelwidrige Befahren der Einbahnstraße“. Am Freitag, 30. Oktober, sollen die Arbeiten beendet sein.

Grundsätzlich zeigt die Verwaltung Verständnis für den Unmut von Bürgerinnen und Bürgern: „Dass die aktuelle Baustellensituation bei den Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern zu Unmut führt, ist daher nachvollziehbar“, heißt es aus dem Rathaus.

Die Verwaltung versuche, Baustellenin die Ferien zu legen, bei denen viele Beeinträchtigungen zu erwarten seien, schreibt eine Sprecherin: „Durch den Wegfall des Schulverkehrs und dem teilweise reduzierten Berufsverkehr ist das Verkehrsaufkommen insgesamt geringer.“ So sollen Auswirkungen auf den Verkehr möglichst reduziert werden. Allerdings ließen sich Verkehrsbeeinträchtigungen nicht vollständig vermeiden.

Ungeplante Baustellen

Erst recht nicht, wenn noch ungeplante Baustellen hinzukämen. So wie die in der Felderstraße nach einem Wasserrohrbruch oder die Kanalreparatur auf der Bonner Straße in Richtung Fixheide, die Straßen NRW vornimmt. Zudem schaue man, ob man den Verkehr entlasten könne, wenn man einzelne Baustellen auf bestimmte Zeiten verlegt: „So wurde beispielsweise die Vollsperrung der Alkenrather Straße im Kreuzungsbereich Carlo-Mierendorff-Straße und Elisabeth-von-Thadden-Straße bewusst auf das Wochenende gelegt, um die verkehrlichen Auswirkungen möglichst zu begrenzen.“ Das war letztes Wochenende.

Die Baustellenkoordination sei ein Balanceakt „zwischen dem Wunsch nach freien und unbeeinträchtigten Straßen, aber auch dem Erfordernis von Straßensanierungen, Instandhaltungen und (privaten) Baumaßnahmen mit Auswirkungen auf den öffentlichen Straßen- und Verkehrsraum“. Manchmal sei es aber so dringend, „dass trotz allem Verständnis für den Unmut der Verkehrsteilnehmenden [...] Einschränkungen leider nicht zu vermeiden sind“. (mit rar)


Baustellen in den Herbstferien

Die Energieversorgung Leverkusen arbeitet noch bis Freitag, 30. Oktober, an Leitungen an der Burscheider Straße 454. Dort werden Leerrohre verlegt. Die Burscheider Straße ist halbseitig gesperrt, eine Baustellenampel ist aufgestellt. Nicht möglich ist die Ein- und Ausfahrt in die Engelbertstraße.

Die Deutsche Bahn saniert die Unterführung an der Lützenkirchener Straße zwischen den Kreisverkehren Europaallee und Werkstättenstraße ebenfalls noch bis Freitag, 30. Oktober. Deshalb ist die Lützenkirchener Straße voll gesperrt. Der Pendlerparkplatz am Kreisel Werkstättenstraße ist erreichbar.

Die Alkenrather Straße ist in Höhe der Brüder-Bonnhoeffer-Straße wegen des Kirchturmabbruchs halbseitig gesperrt: Der Autoverkehr wird mit einer Baustellenampel geregelt, Staus sind unvermeidbar. Nach Plan sollen der Abbruch und die Ampelregelung bis Samstag, 31. Oktober, bestehen bleiben. Auch der Geh- und Radweg auf der Kirchturm-Seite ist gesperrt. Für den Zeitraum der Baustelle ist außerdem auf der Geschwister-Scholl-Straße die Einbahnstraßenregel aufgehoben.

Die Carlo-Mierendorff-Straße ist im unteren Bereich an der Einmündung zur Wilhelm-Leuschner-Straße für Autos nach wie vor komplett gesperrt, die eine Umleitung für die Autos auf der Alkenrather Straße hätte abgeben können.

Der Versorger Westnetz arbeitet noch bis Freitag, 30. Oktober, an Leitungen an der Stixchesstraße/Halligstraße. Nachdem es zunächst hieß, man könne über die Stixchesstraße noch bis zur Kreuzung mit der Halligstraße fahren (siehe großer Bericht), ist inzwischen eine Einfahrt in die Stixchesstraße von der Gustav-Heinemann-Straße nicht mehr möglich. Die Umleitungen führen zu Unmut in der Bevölkerung.

Die Technischen Betriebe nehmen noch bis Freitag, 30. Oktober, von 7 bis 16 Uhr Untersuchungen an Kanälen und Sinkkästen an der Yitzhak-Rabin-Straße vor. Deshalb wird die Yitzhak-Rabin-Straße halbseitig gesperrt. Es gibt eine Baustellenampel. Bei allen Baustellen sind Umleitungen gegebenenfalls ausgeschildert.

Eine Übersicht über die aktuellen Baustellen, auch den schon länger laufenden, in Leverkusen, Leichlingen und Burscheid, hat der „Leverkusener Anzeiger“ immer online. Auch auf der Internetseite der Stadt Leverkusen gibt es eine wöchentliche Übersicht. (nip, rar)