Neue Bahnstadt OpladenEin Tag des Zusammenkommens

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Brückenpark.

Bunte Zelte, viele Angebote: Das Brückenparkfest mitsamt Ehrenamtsbörse lockte am Sonntag viele Menschen in die westliche Neue Bahnstadt Opladen.

Im Brückenpark an der Campusbrücke wurde das Brückenfest gefeiert und die Ehrenamtsbörse abgehalten. 

Tiina Ripatti, seit Jahren Organisatorin des EVL-Halbmarathons in Leverkusen, hat zwar noch ein paar Wochen Zeit, ehe der Startschuss zum größten Lauf der Stadt durch Opladen knallt - am 18. Juni ist es soweit. Das hindert sie aber nicht daran, schon an diesem 15. Mai umtriebig zu sein: Sie steht unterm Zelt mit Dach in Halbmarathon-Blau und wirbt für ihre Sache. Wirbt um Helferinnen und Helfer, die sich dann, wenn es losgeht, an den Rand der knapp 20 Kilometer langen Strecke stellen sollen: als Streckenposten, als Verpfleger, als ordnende Hand. „Wir haben jedes Mal gut 500 Menschen, die beim Marathon helfen“, sagt sie. „Und einige fehlen noch.“ Da könne man schon sagen, dass so eine Ehrenamtsbörse wie an diesem Tag im Brückenpark der neuen Bahnstadt der zweitwichtigste Termin neben dem Lauf an sich ist für Tiina Ripatti und ihr Team.

Vereine, Institutionen, Organisationen

Und sie ist nicht alleine vor Ort. Dutzende von Vereinen, Institutionen und gemeinnützigen Organisationen haben sich versammelt, um mitzumachen und über das Ehrenamt zu informieren: vom ADFC und dem NABU über „Wir für Leverkusen“ bis hin zum Opladener Geschichtsverein. Und natürlich, um gleichzeitig ein bisschen zu feiern, schließlich ist das hier und heute auch das offizielle Brückenfest. Erstmals in dieser Form finde es statt auf der westlichen Seite der Neuen Bahnstadt Opladen, die ja ohnehin in Zukunft zum einem neuen, wenn man so will,   Stadtlebensmittelpunkt Leverkusens werden soll.

Ein paar Meter weiter stehen die Vertretenden der evangelischen Kirchengemeinde Opladen und holt zum ganz großen Fest-Rundumschlag aus: Sie feiern die Tatsache, dass das Team der eigenen historisch-politischen Jugendbildungsfreizeit kürzlich für sein Programm mit dem „Chrismon“-Preis der gleichnamigen Zeitung der evangelischen Kirche in Deutschland ausgezeichnet wurde: Jedes Jahr geht es auf Bildungsfahrten etwa in die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen oder das ehemalige Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen in Berlin. Und dieser wichtige - natürlich auch auf vielen Ehrenamts-Schultern ruhende - Beitrag zur Bildung junger Menschen ist aller Ehren und eine Preis wert.

Für jeden ist etwas dabei

Wobei es an diesem Festag ja noch weitergeht: Angeleitet von Tobias Falke und der neuen Ehrenamtsbeauftragten der Gemeinde Annika Stoller können sich Besucherinnen und Besucher über Möglicheiten des Ehrenamts in der Gemeinde informieren - altersunabhängig. Interessenunabhängig. „Für alle ist ewas da“, sagt Falke. Für Menschen mit einem Faible fürs Digitale. Einem Faible für die Musik. Einem Faible für Politik. Für Jugendliche. Für Senioren und Seniorinnen. Es gibt keine Ausnahme. So wie es beim Ehremamt eben sein sollte. Und um gleich mit anderen zusammenzukommen, werden für die Besucherinnen und Besucher Bobby-Car-Rennen über die Brückenparkrampe angeboten und ein so genanntes Buch-Dating veranstaltet, bei dem sich Leseratten untereinander austauschen und unbekannte Bücher mitnehmen können.

Letztlich erweist sich der Brückenpark in Opladen also als genau das, was er darstellen soll mit seiner Grünfläche in der Mitte und dem Platz drumherum, auf dem aus gegebenem Anlass eine Musikbühne steht: als ein Treffpunkt für die Menschen, an dem man sich begegnet und kennenlernt und gute Ideen austauschen kann, die die Stadtgesellschaft weiterbringen.

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