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Routennetz wohl bald komplettLeverkusener Radler werden in Zukunft gezählt

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Das Radrouten-Netz – hier eine Beschilderung in Rheindorf – wird komplettiert. Konzipiert und beschlossen wurde es 1987.

Das Radrouten-Netz – hier eine Beschilderung in Rheindorf – wird komplettiert. Konzipiert und beschlossen wurde es 1987.

  • Das Radroutennetz wurde 1987 beschlossen.
  • Jetzt soll es endlich komplettiert werden.
  • Auf den drei neuen Routen werden die Radfahrer gezählt

Leverkusen – Die ARD sendet Helmut Kohls Neujahrsansprache vom Vorjahr – was zunächst keiner merkt. Mathias Rust landet mit seiner Cessna auf dem Roten Platz in Moskau, Ronald Reagan kommt zum Brandenburger Tor und fordert Michael Gorbatschow auf, die Berliner Mauer einzureißen. Erich Honecker besucht als erster DDR-Staatschef die Bundesrepublik, Uwe Barschel wird tot in der Badewanne des „Beau Rivage“ in Genf aufgefunden.

Gonzalo Castro und Arturo Vidal werden geboren, Thomas Gottschalk moderiert das erste Mal „Wetten, dass . . .“, und in Düsseldorf ist Bundesgartenschau. Alles Nachrichten von 1987. Dem Jahr, in dem der Stadtrat beschließt, acht Fahrradrouten durch Leverkusen zu legen. Fünf davon gibt es schon sehr lange, die restlichen drei sollen nun mit gut drei Jahrzehnten Verspätung folgen – wogegen niemand etwas hatte im Stadtentwicklungsausschuss.

Kontinuierliche Messungen

Zu 2018 passt allerdings, dass auf den neuen Routen gezählt werden soll. An drei Stellen will die Stadtverwaltung Mess-Schleifen in die Radwege bauen und permanent aufzeichnen, wie viele Radler auf den Strecken unterwegs sind . Gut 40 000 Euro sollen die Messgeräte insgesamt kosten, die Beschilderung der Radrouten um die 26 000 Euro. 70 Prozent davon wird das Land übernehmen. Für die dauerhafte Zählung veranschlagt die Stadt rund 1000 Euro im Jahr.

Alles zum Thema Opladen

Die zukünftige Route 6 führt von Rheindorf über Opladen zur Balkantrasse und weiter über Quettingen und Lützenkirchen in Richtung Burscheid. An der Neukronenberger Straße gibt es eine zusätzliche Route über die Bahnhofsbrücke zurück nach Opladen. Zu der neuen Route gehört auch ein gut befahrbarer Weg zur Balkantrasse. Südlich der Unterführung Neukronenberger Straße wird es künftig einen etwa dreieinhalb Meter breiten, asphaltierten Weg geben. 

Der Ausbau sei mit dem Umweltamt abgestimmt, heißt es im Rathaus. Er soll an die 70 000 Euro kosten. Beleuchtet wird er nicht – auch auf der Balkantrasse gibt es keine Laternen. Die Zählstelle wird auf der Zufahrt zur Balkantrasse eingerichtet. Aus gutem Grund: Die Balkantrasse gilt als extrem wichtige Rad-Verbindung ins Bergische. Und zwar nicht nur für Freizeitradler: Wegen ihrer moderaten Steigung ist die ehemalige Bahnstrecke für Pendler durchaus geeignet.

Routen durch Küppersteg, Steibbüchel und Hitdorf

Route 7 führt vom Bahnhof Mitte über Küppersteg, schwenkt hinter dem Kreisel dort in Richtung Eisholz, läuft an der Bahn entlang in die Fixheide und verläuft zwischen Bürgerbusch und Quettingen nach Lützenkirchen in Richtung Burscheid. An der Schönen Aussicht gibt es einen Abzweig über Atzlenbach nach Bergisch Neukirchen.

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Von Lützenkirchen führt außerdem ein weiterer Abzweig über Steinbüchel in den Schlebuscher Norden. Auch auf der Route 7 will die Stadt die Räder zählen: Die Induktionsschleifen werden auf dem Dhünnradweg in Höhe der Tannenbergstraße verlegt.

Die zukünftige Route 8 verläuft von der Rheinfähre in Hitdorf über Voigtslach und Neurath bis nach Langenfeld. Auf diesem Weg wird die Rad-Frequenz bereits kurz hinter der Fähre ermittelt: an der Kreuzung mit der Wiesenstraße, auf der auch die sehr viel befahrene Rhein-Route verläuft.

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