Öffentlicher DienstWupsi, Klinikum, Kitas: Hier wird am Dienstag in Leverkusen gestreikt

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Menschen mit Verdi-Fahnen und Plakaten in Wiesdorf

Verdi zieht mit Streikenden durch Wiesdorf.

Besonders betroffen sind am Dienstag erneut Pendler und Eltern von kleinen Kindern. 

Am Dienstag, 21. März, hat Verdi erneut in vielen Bereich des öffentlichen Lebens zum Warnstreik aufgerufen. Eine Übersicht über die zu erwartenden Einschränkungen in Leverkusen.

Öffentlicher Nahverkehr

Die Wupsi teilt mit, dass der Warnstreik von Dienstbeginn bis Dienstende gelte, also von Dienstag, 3 Uhr, bis Mittwoch, 3 Uhr. Da HBB, das Tochterunternehmen der Wupsi, sowie Subunternehmer nicht vom Streik betroffen sind, rechnet das Busverkehrsunternehmen damit, dass etwa 60 Prozent der Fahrten auf alle Linien verteilt am Streiktag stattfinden werden. Wie schon beim vergangenen Warnstreiktag wird lediglich die Buslinie 222 von Leverkusen nach Bergisch Gladbach den ganzen Tag über nicht fahren. Die Wupsi bittet ihre Fahrgäste, sich über das Internet oder über die Wupsi App zu informieren, welche Fahrten auf den einzelnen Linien tatsächlich stattfinden.

Klinikum Leverkusen

Etwa 80 bis 90 Mitarbeitende des Klinikums Leverkusen werden laut Betriebsrat mit Bussen zur zentralen Kundgebung in Köln fahren. „Wir haben einige planbare Eingriffe bereits verschoben, die Notfalldienstversorgung ist aber natürlich sichergestellt“, sagt eine Klinikums-Sprecherin. Auch nicht verschiebbare Behandlungen wie beispielsweise Chemotherapien finden weiterhin statt. 

Kindertagesstätten

Erzieherinnen sind – wie alle Arbeitnehmer – nicht verpflichtet, vorab kundzutun, ob sie streiken oder zum Dienst erscheinen. Einige Einrichtungen haben der Stadt aber bereits gemeldet, dass sie am Dienstag voraussichtlich komplett geschlossen bleiben werden. Das sind die Kitas Borkumstraße, Pregelstraße, Adalbert-Stifter-Straße, Nobelstraße, Rat-Deycks-Straße, Dhünnberg, Dhünnstraße 12a, Deichtorstraße, Oulustraße und Kolpingstraße. Mit eingeschränkter Öffnung rechnen die Einrichtungen in der Sandstraße, Am Stadtpark und der Scharnhorststraße. Auch in weiteren Kitas kann es zu Einschränkungen kommen. 

Ver.di will damit im Tarifstreit weiter Druck auf die Arbeitgeber machen. Denn aktuell liegen beide Seiten noch weit auseinander. Die Gewerkschaft fordert 10,5 Prozent mehr Gehalt. Die Arbeitgeber bieten bislang eine Erhöhung um drei Prozent und später nochmal um zwei Prozent plus eine Einmalzahlung. 

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