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Fast 3500 GästeIn Engelskirchen erlebt das Panoramabad an Pfingsten den perfekten Start

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Abwärts, aber mit Vergnügen: An diesem Wochenende ist das Engelskirchener Panoramabad in die neue Badesaison „gesprungen“. Und dieser Sprung war perfekt.

Abwärts, aber mit Vergnügen: An diesem Wochenende ist das Engelskirchener Panoramabad in die neue Badesaison „gesprungen“. Und dieser Sprung war perfekt.

3500 Frischluftfans sind zum Freizeitziel auf dem Schalken gepilgert. Da steht der Förderverein bereit, wenn Arbeit auf der Anlage zu erledigen ist.

Die Antwort auf alle Fragen ist 24. Zumindest in Engelskirchen. Denn das ist die Wassertemperatur, die sich alle wünschen. „Und zwar konstant“, betont Andreas Bolte. Er ist Schwimmmeister im Panoramabad, das am Wochenende den perfekten Start in die neue Badezeit erlebt hat: Handtuchinseln auf dem hügeligen Liegegrün, dazu der Duft von Sonnencreme und Freibadfritten aus dem Kiosk der Familie Sauerland, vergnügtes Gewusel im Wasser und drumherum.

Und an der Kasse wollen die Warteschlangen einfach nicht abreißen: Von Samstagmorgen bis Montagabend strömen fast 3500 Freibadfans zur Freizeitattraktion auf den Schalken. Höhepunkt ist der Pfingstmontag: Da allein zählt die Kassenmaschine etwa 1700 Gäste.

Seit mehr als drei Jahrzehnten hat Bolte das Becken auf Engelskirchens Hausberg im Blick und Riesenspaß an seinem Job. „Hier erlebst du wirklich alles“, schwärmt der 58-Jährige. Eröffnet worden ist das Bad oberhalb der Ortsmitte im Juli 1964, betrieben wird es von den Engelskirchener Gemeindewerken und seit 1999 sitzt auch der Förderverein mit im Becken. Und der hat auch in diesem Jahr gerne Geld ausgegeben auf der etwa 12.000 Quadratmeter großen Anlage: Drei feste, quietschgelbe Sonnenschirme spannen sich über der Wiese zwischen Planschbecken für die Kleinen und dem Bereich für die Großen.

Die Ehrenamtlichen vom Förderverein sind immer zur Stelle, wenn eine Hand benötigt wird

Auch Familie Schön aus Kürten findet darunter Schutz: „Im vergangenen Jahr waren wir zum ersten Mal hier – das Freibad gefällt uns richtig super“, verraten die Eltern Jessica und Peter. Und sie freuen sich: „Als Familie mit vier Kindern zahlen wir nur elf Euro Eintritt – wo gibt es das heute noch?“ Dass in Engelskirchen die Preise so günstig sind, das liegt auch an dem unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz des Fördervereins dort: Die Mitglieder versehen etwa den Dienst an der Kasse und stehen bereit, wenn das Gelände auf Vormann gebracht werden muss.

Neu sind auf dem Gelände des Panoramabades in Engelskirchen die drei festinstallierten Sonnenschirme. Spendiert hat diese der Förderverein.

Neu sind auf dem Gelände des Panoramabades in Engelskirchen die drei festinstallierten Sonnenschirme. Spendiert hat diese der Förderverein.

„Im April haben wir angefangen“, blickt Rainer Hans, stellvertretender Vorsitzender, zurück. Büsche schneiden, Hecken stutzen, Sitzbänke reparieren und frische Farbe auftragen, das sind nur einige der Aufgaben. Ab sofort geht dem Verein bei der Rasenpflege übrigens ein neuer Mähroboter zur Hand. Gut genährt zeigt sich indes das Sparschwein der Förderer. Hans: „Wir würden gerne Wärmepumpen und eine Photovoltaik-Anlage anschaffen, um eben jederzeit 24 Grad im Wasser zu haben.“ Noch aber hänge das neue Bauprojekt in der Bürokratie, bedauert der Engelskirchener.

In zwei Tagesschichten, stets zu zweit und bei großem Andrang auch zu dritt – wie just am Pfingstwochenende –, verkaufen Vereinsmitglieder wie Renate Klinger und Silke Fröhling die Eintrittskarten. „Wir wollen verhindern, dass es lange Schlangen gibt“, sagen die beiden.

Ganze Generationen haben auf Engelskirchens Hausberg das Schwimmen gelernt

Liberata Palic und ihr Ehemann Kristijan haben ihr neues Jahresticket längst in der Badetasche, sie und ihre Kinder Matteo (16) und Tochter Mayla (13) sind Stammgäste. „Die beiden haben hier das Schwimmen gelernt“, erzählt Kristijan Palic. Selten ist das nicht. „Heute kommen Kinder, denen ich das Schwimmen beigebracht habe, als Eltern zu uns zurück“, erzählt Schwimmmeister Bolte, der sich gerade über einen Neuzugang bei den Rettungsschwimmern freut. Neun Köpfe zählt an Badetagen das Freibad-Team insgesamt. Und je nach Andrang gehören bis zu sechs Rettungsschwimmer dazu, an Samstagen schickt auch die DLRG eine Kraft nach Engelskirchen. Zweimal täglich ist in der Saison zudem gründlich Saubermachen angesagt.


Mutter Anke Adhikary aus Marienheide schätzt besonders, dass die Anlage so sauber und vor allem so übersichtlich ist, so hat sie Tochter Cleo (9) und Sohn Thilo (12) immer im Auge. Denn Cleo findet die Rutsche total cool, Bruder Thilo wagt gern Sprünge vom Turm.

Panoramabad, Am Freibad 2, täglich geöffnet von 10 bis 19.30 Uhr. Tageskarten kosten fünf, ermäßigt drei Euro, Familien zahlen elf Euro. Die Saison dauert voraussichtlich bis Anfang September. Das Moonlight-Schwimmen (Samstag, 8. August 2026), gilt als Höhepunkt der Saison.

www.panoramabad-engelskirchen.de


Verhaltener Start in Wiehl-Bielstein und Bergneustadt

Auf die Frühschwimmer kann sich Freizeit- und Sportstätten Wiehl (FSW), eine Tochterfirma der Stadt, verlassen: „Die sind seit dem Start in die Freibadsaison am 10. Mai im Wasser“, schildert FSW-Chef Andreas Zurek und berichtet für das Freibad in Wiehl-Bielstein aufgrund des Wetter vor Pfingsten von einem sehr verhaltenen Auftakt: 649 Gäste wagten sich ins beheizte Bad (Stand: Freitagnachmittag). Zurek bekennt: „Für mich wären diese Temperaturen jedenfalls nichts.“

„Tote Hose“ auch in Bergneustadt: So beschreibt Stephan Büser, Vorsitzender des Fördervereins, den Badeauftakt. Sein Verein betreibt die Schwimmstätte an der Kölner Straße, die zeitgleich mit der in Bielstein eröffnet hat. „Bisher haben nur die Hartgesottenen bei uns ihre Bahnen gezogen“, sagt Büser.