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Klares 6:0Bröltaler Fußballerinnen vergolden mit Pokalsieg Abschied von Trainer Bollmann

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Jubelszene einer Frauen-Fußballmannschaft

Mission Titelverteidigung geglückt: Die Fußballerinnen des TuS Homburg-Bröltal haben das Finale um den Kreispokal gegen den TuS Immekeppel deutlich mit 6:0 gewonnen.

Das Finale gegen Immekeppel  in Engelskirchen war meist ein Spiel auf ein Tor. THB-Coach Mats Bollmann gelingt damit die Titelverteidigung.  

Die Fußballerinnen des TuS Homburg-Bröltal sind nach wie vor das Maß der Dinge im bergischen Frauenfußball. Mit einem deutlichen 6:0 gewann das Team des scheidenden Trainers Mats Bollmann am Sonntag das Kreispokalfinale gegen den TuS Immekeppel. Dabei hatte der Underdog aus Overath noch Glück: Durch die herausragende Leistung seiner Torhüterin Lea Schaaf fiel die Niederlage nicht noch deutlich höher aus. „Wenn es hier am Ende zweistellig ausgeht, hätte sich Immekeppel sicher nicht beklagen können“, betonte denn auch Bollmann nach dem Abpfiff.

Nach sieben Minuten der erste Torschuss für Homburg-Bröltal

Kreispokal-Finale der Frauen, TuS Immekeppel – TuS Homburg-Bröltal 0:6 (0:2). Sieben Minuten waren gespielt, als Blerina Asani die Immekeppeler Torfrau per Distanzschuss das erste Mal prüfte. Weitere sieben Minuten später bekam THB-Stürmerin Ilka Lang den Ball an der Strafraumgrenze und katapultierte ihn ins linke Eck – 1:0. Noch einmal sieben Minuten darauf tanzte Ariana Ajdari mit der Kugel durch den Strafraum, im Gewühl landete das Leder erneut hinter Schaaf im Netz.

Pokalübergabe an eine Fußballerin

THB-Kapitänin Maxine Herweg bekam den Pokal von Sabrina Thomanek, Frauenbeauftragte im Fußballkreis Berg.

Hatten die Kreisliga-A-Aufsteigerinnen die ersten zehn Minuten noch munter mitgespielt, entwickelte sich zunehmend ein Spiel auf ein Tor. In der Hauptrolle: Lea Schaaf, die ein ums andere Mal die Bröltaler Angriffe festhielt, über die Latte oder die Pfosten lenkte. In diese Phase fiel auch die einzige nennenswerte Offensivaktion der Außenseiter – Lisa Winterberg hielt aus 20 Metern einfach mal auf den THB-Kasten, der Ball rauschte jedoch weit vorbei.

Es freut mich riesig, dass die Mannschaft noch einmal zeigen konnte, was in ihr steckt.
Mats Bollmann, Coach des THB

Große Aufregung dann in der 36. Minute: Nach einem Zusammenprall blieb Immekeppels Verteidigerin Yona Althoff regungslos an der eigenen Strafraumgrenze liegen. Sanitäter eilten herbei und brachten die sichtlich angeschlagene Spielerin, die zum Glück aber wieder bei Bewusstsein war, vom Feld. In der zweiten Halbzeit gab es für die gut 300 Zuschauer das gleiche Bild. Allen voran Ilka Lang und Blerina Asani bissen sich an Lea Schaaf die Zähne aus. Nach verwandeltem Strafstoß (50.) und dem 0:4 durch Lang (59.) brach der Immekeppler Widerstand dann allerdings mehr und mehr zusammen.

Die Zeit um die 70. Minute nutzte Mats Bollmann, um seine Leistungsträgerinnen, begleitet von viel Beifall der Mannschaft, auszuwechseln. „Es freut mich riesig, dass die Mannchaft noch einmal zeigen konnte, was in ihr steckt. Abstieg hin oder her, wir haben diese Woche mit 19 Mädels trainert, das zeugt von ungeheurer Motivation. Für mich ist das heute der perfekte Ausstand“, strahlte Bollmann bei der Pokalübergabe im Sportpark Leppe.

Tore: 0:1 Lang (14.), 0:2 Ajdari (18.), 0:3 Asani (50., Elfmeter), 0:4 Lang (59.), 0:5 Philippi (66.), 0:6 Klein (85.).

TuS Homburg-Bröltal: Sohnius, Müller, Peters (61. Philippi), Scharrenbroich, Fuchs (57. Roth), Asani (77. Klein), Herweg, Ajdari (70. Zajaczkowski), Mekaoui, Wotschel, Lang (73. Hemcke).