In Bergisch Gladbach ist der Umbau der Laurentiusstraße abgeschlossen
Umbau abgeschlossenGladbacher Laurentiusstraße bietet mehr Platz für Verkehrsteilnehmer

Bagger fressen sich durch den Asphalt, ein Bild aus dem Frühjahr
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Die Umleitungsschilder durch die Bergisch Gladbacher Stadtmitte waren in den vergangenen sechs Monaten die stetigen Begleiter der Autofahrer. Jetzt ist der Umbau der Laurentiusstraße abgeschlossen, früher als erwartet, wie die Stadt erfreut berichtet. Rund 1,4 Millionen Euro kalkulierte die Stadt für die Neugestaltung, man sei wegen Optimierungen im Bauablauf sogar etwas darunter geblieben.
Letzte Markierungsarbeiten
Am kommenden Montag, 3. August, werden voraussichtlich letzte Markierungsarbeiten vorgenommen, am Dienstag steht die Freigabe der Straße für den Verkehr an. Dann verschwinden die Umleitungsschilder aus dem Stadtbild. Nach Abbau der Laurentiuskirmes in der übernächsten Woche soll auch der Radverkehr wieder in beide Richtungen uneingeschränkt fahren können. Mit der Fertigstellung ist auch eines der umstrittensten Straßenprojekte der vergangenen Jahre abgeschlossen.
Seit der Kommunalwahl 2020 stritten Fraktionen und Verwaltung, wie der Umbau der Laurentiusstraße erfolgen könnte. Es gab die Idee einer Fahrradstraße, die nicht gelang. Ein Verkehrsversuch mit Führung des Autoverkehrs über den Buchmühlenparkplatz wurde nach wenigen Wochen abgebrochen. Die Straße, die täglich von mehreren Tausend Fahrzeugen genutzt wird, steht nach wie vor exemplarisch für das Ringen um die Verkehrswende.
Weniger Parkplätze
Besonders der Verlust von Parkplätzen für Pkw am Fahrbahnrand erhitzte die Gemüter. Auch das Ergebnis der Kommunalwahl 2025, mit Verlusten für die Grünen, könnte vom Streit um die Straße beeinflusst worden sein, behaupten Kritiker der Umgestaltung. Nun gebe es mehr Sicherheit und Platz für alle Verkehrsteilnehmer, die Innenstadt werde aufgewertet und auch für die Herausforderungen des Klimawandels habe der Umbau Bedeutung, zitiert die Stadt ihren Ersten Beigeordneten Ragnar Migenda (Grüne).
Er danke Wibke Krause für die Planung und Martin Hardt für die Ausführung, auch die Bauunternehmung habe hervorragende Arbeit geliefert. Nach dem Umbau bietet der Gehweg auf der stadtauswärts führenden Seite deutlich mehr Platz, betont die Verwaltung. Fußgänger, Familien mit Kinderwagen und Menschen mit Mobilitätseinschränkung profitierten, so die Stadt weiter. Daneben gebe es jetzt auch Schutzstreifen für Radfahrer in Gegenrichtung der Einbahnstraße. Die Straße habe auf gesamter Länge auch eine neue Fahrbahndecke erhalten.
Für Bepflanzung, Bäume, Außengastronomie und Sitzgelegenheiten gebe es künftig mehr Platz; ein Beitrag für das Stadtklima, so Migenda. Die neuen Grünflächen werden im Herbst bepflanzt und ein kleines Stück Gehweg wird wegen eines Hausabbruchs später hergestellt.
