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Mit Pferd und PflugAm Wochenende findet der Bauernmarkt im LVR-Freilichtmuseum Lindlar statt

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Die Arbeit mit Pferd und Pflug auf dem Acker zeigt Patrick Thomas. Er erklärt gerne die Arbeit und auch Kinder dürfen schon mal mitgehen.

Die Arbeit mit Pferd und Pflug auf dem Acker zeigt Patrick Thomas. Er erklärt gerne die Arbeit und auch Kinder dürfen schon mal mitgehen.

Beim Bauernmarkt im Lindlarer Museum wird alte Handwerkskunst gezeigt und es steht die Landwirtschaft im Mittelpunkt. 

Die Zeiten, als die Bauern mit Pferd oder Ochse die Feldarbeiten verrichteten, ist lange vorbei. Heute sind tonnenschwere und oft mehrere 100 PS starke Landmaschinen im Einsatz, um zu pflügen, zu eggen oder zu ernten.

Wie die Arbeit mit Pferd und Ochse früher erledigt wurde, das weiß Patrick Thomas nicht nur, sondern er praktiziert es regelmäßig in den LVR-Freilichtmuseen in Lindlar und Kommern. Zudem bietet er Kurse für Interessierte an, ob ein- oder zweispännig, also mit einem oder zwei Tieren. Die Teilnehmer können im Praxisteil dann selbst mit dem Pferdegespann auf dem Acker beispielsweise eine Furche ziehen. Wie die Tiere geführt werden, welche Geschirre erforderlich sind und welche Geräte eingesetzt werden, dass erläutert der 59-Jährige. Er ist gelernter Forstingenieur und hat viele Jahre mit Rückepferden gearbeitet.

Landwirtschaft wie zu Urgroßvaters Zeiten

Wer die Arbeit mit den Pferden auf dem Acker live sehen will, hat dazu am kommenden Wochenende, 29./30. August, im LVR-Freilichtmuseum Lindlar die Gelegenheit. Dann findet wieder der Bauernmarkt statt, der Landwirtschaft wie zu Großvaters Zeiten präsentiert und jede Menge Handwerkskunst und deren Erzeugnisse. Natürlich viel Haus- und Selbstgemachtes, ganz nach dem Motto „Hier läuft die Ware nicht vom Band, hier schafft man noch mit Herz und Hand“.

120 Stände mit ProduktenRund 120 Stände bieten auf dem Bauernmarkt eine große Auswahl an handgefertigten Produkten, hausgemachten Spezialitäten und regionalen Köstlichkeiten. Das Angebot reicht von Backwaren, Fruchtaufstrichen, Gartenpflanzen, Gewürzen, Honig, Käse, Kräutern, Likören, Obst, Schmuck und Seifen bis hin zu Textilien. Auch in sämtlichen Museumsgebäuden, von der Seilerei, der Bandweberei, über die Schmiede bis zum Backes, der wieder leckere Backwaren anbieten, wird gewerkelt wie zu Großmutters Zeiten. Zu den historischen Handwerken, die präsentiert werden zählen auch das Brauen und das Töpfern. Natürlich gibt es dazu eine Menge Mitmachangebote für Kinder und die Produkte der Handwerker werden auch zum Verkauf angeboten.

Historische Landmaschinen im Einsatz

In den Küchen der historischen Gebäude wird gekocht, gebacken und gedörrt, nach alten Rezepten. Auch historische Landtechnik steht auf dem Programm: Alte Traktoren sowie historische Landmaschinen wie der Pferdepflug, der Kartoffelroder und die Dreschmaschine kommen zum Einsatz, berichtet das Museum. Aber auch aktuelle Themen der Landwirtschaft kommen zur Sprache. Spannende Mitmachaktionen für Kinder runden das Angebot ab. Der Eintritt beträgt zehn Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Geöffnet ist der Bauernmarkt an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr.

Patrick Thomas freut sich auf das Wochenende, auf die Arbeit mit den Tieren auf dem Acker. Sie sei sehr viel entspannender als mit Maschinen, auch wenn sie anstrengender sei. Die Tiere benötigten regelmäßig eine Pause und die nutze er gerne, um mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen, die meist viele Fragen hätten.   Und das eine oder andere Kinder dürfe ihm auch gerne mal beim Pflügen helfen.