Eine Delegation aus dem kriegsgebeutelten Land informiert sich auf dem Metabolon-Gelände über eine moderne kommunale Abfallwirtschaft.
MüllentsorgungUkrainer wollen von Lindlar lernen

Ziel des Besuchs ist, praktische Erfahrungen für den Auf- und Ausbau eines Abfallwirtschaftssystems mitzunehmen.
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Eine Delegation aus der ukrainischen Stadt Nikopol ist derzeit zu Gast auf Metabolon, um sich über den Aufbau und die Organisation einer modernen kommunalen Abfallwirtschaft zu informieren. Vsevolod Zinchenko, Leiter der Abteilung für Landschaftsgestaltung, Infrastruktur und kommunale Dienstleistungen des Stadtrats von Nikopol, sowie Serhii Bondarenko, Direktor des Kommunalunternehmens „City Park Management“ des Stadtrats von Nikopol, erhalten im Rahmen ihres Besuches Einblicke in Strukturen und Prozesse der deutschen Abfallwirtschaft.
Ziel ist es, praktische Erfahrungen für den Auf- und Ausbau eines Abfallwirtschaftssystems mitzunehmen und von bewährten Lösungen zu profitieren. Gerade beim Aufbau kommunaler Infrastruktur unter den Bedingungen des Kriegs spielt der Austausch mit erfahrenen Partnern eine wichtige Rolle, um Lösungen zu erarbeiten, nachhaltige Strukturen zu schaffen und typische Fehler zu vermeiden.
Ausflug nach Leverkusen
Ein besonderer Programmpunkt war der Besuch des Müllheizkraftwerks der AVEA GmbH & Co. KG in Leverkusen. Dort erhielten die Teilnehmer im Rahmen einer Führung und eines Austauschs praxisnahe Einblicke in die thermische Abfallverwertung sowie in die technischen und organisatorischen Abläufe der Entsorgung in Leverkusen. Der Besuch findet im Rahmen des von der Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH geförderten Programms „Utility Plattform – Betreiberpartnerschaften“ statt.
Im Rahmen dieses Programms arbeiten deutsche Kommunalunternehmen mit internationalen Partnern zusammen, um kommunale Strukturen der Abfallwirtschaft zu stärken. Im Mittelpunkt steht der praxisnahe Wissens- und Erfahrungsaustausch.
Der Besuch der Delegation aus Nikopol unterstreiche die Bedeutung internationaler Kooperationen für den nachhaltigen Wiederaufbau kommunaler Infrastruktur. Durch den Austausch bewährter Verfahren und langjähriger Erfahrungen können wichtige Impulse geschaffen werden, heißt es in einer Mitteilung des Bav.
