Mit der Riesenzwille holte sie mit dem 77. Schuss den Styroporvogel von der Stange und machte ihre Frau Stefanie zur Königin.
Mit dem 77. SchussJana Koxholt ist die neue Fletschenkönigin in Reichshof-Hahnbuche

Die neuen Majestäten um Fletschenkönigin Jana Koxholt (4.v.r.).
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Die Dorfgemeinschaft „Im Grund“ in der Reichshofer Ortschaft Hahnbuche hat seit Samstag eine neue Fletschenkönigin. Anstelle des Schießens mit einem Luftgewehr oder mit Kleinkaliber zielen die Vereinsmitglieder mit einer Riesenzwille – der Fletsche – auf einen Styroporvogel. Den erlegte Jana Koxholt treffsicher mit dem 77. Schuss und machte so ihre Frau Stefanie zur Königin.
Moderiert von Leonie Mark und Marleen Köster wurden während der Krönungszeremonie auch die Vereinsmeister geehrt, die am vorhergehenden Wochenende ermittelt worden waren. Seit dem vergangenen Jahr wird der Jugendwettbewerb in zwei Klassen ausgetragen. Bei den Jüngsten bis zwölf Jahre konnte sich Emma Schöler in einem Stechen mit vier Treffern von fünf Schüssen durchsetzen, was ihr den Titel der Kindervereinsmeisterin einbrachte. Das Publikum belohnte diese Leistung mit einem dreifachen „Hahnbücher Schmieß Drupp“.
Ein „denkwürdiges Kaiserschießen“ beim Fletschenfest
Wie im Vorjahr wurde Sophie Mark erneut Jugendvereinsmeisterin in der höheren Altersklasse. Mit 32 Anwärterinnen und Anwärtern gab es beim Vereinsmeisterwettbewerb der Erwachsenen eine ungewöhnlich hohe Beteiligung. Zunächst sah es nach einem Stechen zwischen Jenni Mark und Niklas Schöler aus, die beide mit 14 Treffern auf den Blechvogel vorne lagen, bevor Daniel Sterzenbach mit 15 Treffern von 20 Schüssen vorbeizog.
„Es war ein denkwürdiges Kaiserschießen“, berichtete Schriftführerin Marleen Köster. Wegen der hohen Teilnehmerzahl beim Meisterschießen sei es nämlich recht bald dunkel geworden: „Bei einem Blechvogel hätten wir ja wenigstens hören können, ob jemand getroffen hatte – das war bei dem Styroporvogel unmöglich.“ Abhilfe schaffte zuletzt das Ausleuchten mit einem Autoscheinwerfer, was Lukas Flitsch nutzte, um sich mit Schuss Nr. 60 die Kaiserwürde zu sichern.
Nachdem das im vorigen Jubiläumsjahr erstmals ausgerichtete Jugendzeltlager auf große Resonanz gestoßen war, beteiligten sich diesmal zwölf Kinder daran. Auch dort galt es in diesem Jahr, einen Styroporvogel von der Stange zu holen. Der frischgekrönte Kaiser Lukas Flitsch erinnerte sich schmunzelnd: „Die Kleinsten musste ich hochheben, damit sie an die Fletsche kommen.“ Seine Unterstützung half: Der fünfjährige Enno Göttinger wurde Zeltlagerkönig.
Der Sonntag war dem Teamschießen gewidmet, an dem sich beliebig zusammengesetzte Gruppen aus fünf Personen beteiligten, ehe das Fest nachmittags ausklang.

