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OsterspaßJede Menge tierischer Nachwuchs und Berge von Eiern in Reichshof-Eckenhagen

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Die Jahrespraktikantin Nele Leymann lässt im Fasanengarten des Affen- und Vogelparks in Reichshof-Eckenhagen nach der Winterpause die Zebrafinken frei.

Die Jahrespraktikantin Nele Leymann lässt im Fasanengarten des Affen- und Vogelparks in Reichshof-Eckenhagen nach der Winterpause die Zebrafinken frei.

12.000 Ostereier gilt es im Affen- und Vogelpark zu finden: Kein Kind soll mit leeren Händen nach Hause gehen. Die Ziegen haben Zwillinge bekommen.

Der Frühling ist in vollem Gang im Affen- und Vogelpark in Reichshof-Eckenhagen. Nicht nur, dass im Park überall die Pflanzen austreiben, auch die Tierwelt hat in den vergangenen Tagen Nachwuchs bekommen. So gibt es etwa im Streichelzoo vier kleine Zicklein, zwei davon sind Zwillinge. Parkleiter Ludger Schmidt verrät lachend: „Wir haben im vergangenen Jahr einen neuen Bock aus einem Braunschweiger Zoo bekommen. Der ist noch recht klein, sodass wir richtig überrascht waren.“ Schmidt findet, dass der Nachwuchs aber recht gut zu Ostern passe.

An den vier Tagen von Karfreitag bis Ostermontag streifen noch andere Tiere durch den Park: Osterhasen. Waren es in den vergangenen Jahren jeweils 10.000 Eier, die im Park versteckt wurden, sind es diesmal sogar 12.000, täglich 3000. „Wir haben noch etwas draufgelegt“, bekundet Schmidt, denn jedes Kind soll auch ein Ei finden.

Attraktion in Reichshof-Eckenhagen bittet ihre Gäste um Vorsicht bei der Suche

Diese werden entlang der Wege und auf den Grünflächen zu finden sein, keinesfalls jedoch in den Gehegen. Die Parkleitung bittet die Besucherinnen und Besucher darum, umsichtig zu sein und nicht zu sehr in den angrenzenden Gebüschen zu suchen, denn dort brüten bereits wildlebende Vögel.

Cheftierpflegerin Isabell Geberzahn ist ganz begeistert davon, dass sich auch bei einem Waldrapp-Pärchen Nachwuchs ankündigt. Ein Ei liegt bereits im Nest. Dieser etwa gänsegroße Ibis war bis zum 17. Jahrhundert in Europa heimisch, doch wurde er wegen seines Fleisches hierzulande ausgerottet. Erstaunlich ist, dass diese Nistbemühungen nach einem Umzug in ein Ersatzquartier erfolgt sind. Ebenso wie andere Vögel, deren Volieren nicht durch eine Überdachung vor der Übertragung der Vogelgrippe durch überfliegende Wasservögel geschützt werden konnten, sind die Waldrappen verlegt worden.

Derweil ist Jahrespraktikantin Nele Leymann im Fasanengarten aktiv und lässt dort Zebrafinken nach der Winterpause frei. Bestaunen können Schaulustige auch ein kleines Känguru, das munter aus dem Beutel seiner Mutter in die Welt schaut. Bei den Zwergottern gibt es ebenfalls Nachwuchs. Ein Junges ist bereits geboren und Ottermama Loreley ist hochschwanger.

In Reichshof-Eckenhagen sollen die Otter ein größeres Zuhause bekommen

Gehegeplaner Dominik Franke schildert, dass das Ottergehege demnächst vergrößert werden soll. Derzeit ist aber noch die Berberaffenanlage im Umbau. Sie soll mit Elementen aus ihrer Heimat im Atlasgebirge gestaltet werden. Dazu gehören etwa ein historischer Kesselflickerwagen, ein Nomadenzelt, eine Wüstentankstelle oder ein Dorfplatz in nordafrikanischem Stil.

Franke betont, dass diese Bauten jedoch nicht nur Deko-Charakter haben: „Unser Ziel ist, diese Anlage sowohl für die Gäste als auch für die Tiere attraktiver zu machen.“ So hätten alle Elemente eine Doppelfunktion als Unterstände, Futterstellen, Kletter- und Spielmöglichkeiten. Zukünftig sollen noch weitere Bereiche im Park auf ähnliche Weise umgestaltet werden.

Der Affen- und Vogelpark ist täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet.