Eine neue Feuerwache entsteht in Waldbröl-Heide. Der 2,7 Millionen Euro teure Bau soll Platz bieten für 40 Einsatzkräfte und vier Fahrzeuge.
Erster SpatenstichNeue Feuerwache für Waldbröl-Heide

Ersten Spatenstich für das Feuerwehrgerätehaus Heide.
Copyright: Michael Kupper
Die Waldbröler Feuerwehr wird immer moderner. Nach dem Neubau für den Löschzug Thierseifen im Industriegebiet „Langenbacher Siefen“ erhält auch die Löschgruppe Heide ein neues Gerätehaus. Mit einem ersten Spatenstich am Montagnachmittag erfolgte der Startschuss. Auf einer Bruttogeschossfläche von 830 Quadratmetern entstehen insgesamt 4400 Kubikmeter umbauten Raum, erklärte Kai Oerter, Projektleiter von BauTec.
Analog zum Feuerwehrgerätehaus Thierseifen werde die Fahrzeughalle in Stahlbetonbauweise, das Sozialgebäude in einer Vollholzkonstruktion errichtet. Die Kosten für das Projekt betragen rund 2,7 Millionen Euro. Thorsten Schulze, Projektleiter des Siegener Generalunternehmers Otto Quast, schilderte, dass die derzeitige Lage alles andere als einfach sei. Momentan gebe es einen Lieferstopp für viele Baumaterialien aus Kunststoff, was auch die Verrohrungen für Drainage und Entwässerung betreffe.
Dank an den früheren Grundbesitzer
Dennoch sei er zuversichtlich, dass der geplante Fertigstellungstermin im April nächsten Jahres eingehalten werde: „Die Bodenplatte wird in den nächsten Wochen gegossen und die Betonelemente für die Fahrzeughalle befinden sich bereits in der Fertigung.“
Waldbröls Bürgermeisterin Larissa Weber zollte Udo Herweg als dem früheren Eigentümer des rund 3400 Quadratmeter großen Grundstücks, das direkt an das bisherige Gerätehaus angrenzt, einen ausdrücklichen Dank.
Ausgelegt für 40 Kräfte und vier Fahrzeuge
„Normalerweise verkaufe ich kein Land, aber für die Feuerwehr schon“, bekundete dieser. Der 82-Jährige ist seit seinem 13. Lebensjahr in der Feuerwehr aktiv, zunächst als Trompeter im Musikzug Marienheide. Nach seinem Umzug 1965 in die Waldbröler Ortschaft ist er in die Einsatzabteilung gewechselt, hat ab 1970 für 27 Jahre die Einheitsführung in Heide übernommen und war anschließend sieben Jahre Wehrführer der Marktstadt: „Da brauchte ich nicht lange überlegen, ob ich das Gelände verkaufen würde.“
René Reissig-Hochweller, stellvertretender Leiter der Waldbröler Feuerwehr, erläuterte, dass das Gerätehaus für 40 Einsatzkräfte und vier Fahrzeuge ausgelegt sei. Derzeit gebe es zwar nur 18 Kräfte, doch die Verhältnisse seien unzumutbar: „Die Frauen ziehen sich in der Toilette um, die Männer in der Fahrzeughalle.“ Das bestehende Gebäude sei 1979 errichtet und fünf Jahre später in Eigenleistung erweitert worden.
Zukünftig gibt es eine klare Schwarz-Weiß-Trennung für kontaminierte Einsatzbekleidung und private Sachen sowie geschlechtergetrennte Umkleiden und Toiletten. Larissa Weber freute sich über die vielen Kameraden, die diesem Moment beiwohnten: „Für mich ist das ein besonderer Termin – und im nächsten Jahr tanzen wir in dem neuen Gebäude in den Mai.“

