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Bergisch GladbachNeulinge und Wiederholungstäter beim vierten VIP-Mitsingkonzert des Lions Club

3 min
etwa 30 Menschen auf einer erleuchteten Bühne, im Hintergrund eine große Leinwand

Beim großen Finale ließen sich die Akteure nochmal für ihren Mut feiern – und für ihre gesanglichen und tänzerischen Beiträge.

Viel Applaus für Neulinge und Wiederholungstäter auf der Bühne im Bergischen Löwen.

Bekannt sind sie in Bergisch Gladbach alle und das aus ganz unterschiedlichen Gründen. Allerdings zumeist nicht unbedingt für ihre gesanglichen und tänzerischen Qualitäten – jetzt hatten sie jedoch die Chance, das zu ändern. Neulinge wie Wiederholungstäter konnten beim vierten VIP-Mitsingkonzert des Lions Club im Bergischen Löwen Wandlungsfähigkeit beweisen. Und noch etwas hatten alle Beteiligten gemeinsam: verdienten Applaus.

„Mega geiler Auftritt“, Schulterklopfen und Einklatschen. Bei der Generalprobe konnten die Akteure des VIP-Mitsingkonzertes erstmals beobachten, was die Mitstreitenden vorbereitet hatten. Natürlich blieben beim Auftritt später kurzfristige Ausfälle nicht aus und so erklärte sich Linus Wielpütz, der mit seinem Vater Norbert am Konzertabend den Eisbrecher übernahm, bereit, spontan einen vierten Song zu übernehmen. Mit Marcel Altpass fand sich ein Musiker-Duett zusammen und trotz ganz kurzer Vorbereitung auf „Komet“ von Apache 207 war ihnen ein begeistertes Publikum gewiss.

Beim ersten Mal habe ich mir noch gedacht, was hast du dir da angetan? Aber mittlerweile läuft das.
Frank Stein, Ex-Bürgermeister von Bergisch Gladbach

Auch „die singenden Figaros“, die Coiffeure Carsten Brand und seine Mitarbeiterin Josi Ann Hübner, mittlerweile „alte Hasen“ beim VIP-Singen, hatten sich für ein deutschsprachiges Lied entschieden und präsentierten „Schau mal herein“. „Carsten, das hat richtig Spaß gemacht“, befand Hübner noch bei der Generalprobe.

„Ich bin nervös, Carsten ist total nervös, aber ich weiß, sobald wir auf der Bühne stehen, vergessen wir das alles, weil wir uns aufeinander verlassen können. Wir haben alles bis ins Detail geplant, zwei Monate lang jeden Dienstag vorm Spiegel im Salon geprobt“, so die Friseurin. Mit dem wohl größten Fanclub des Abends, der fleißig mit Fähnchen anfeuerte und zahlreiche Blumen auf die Bühne warf, stach das Duo dann zweifelsfrei heraus.

Die Akteure stiegen wieder für den guten Zweck auf die Bühne

Alexander Pfister traute sich ebenfalls erneut, vor Publikum zu singen. Dieses Mal zwar alleine, erkannte aber durchaus seine Vorteile: „Ich kenne den Löwen als Location gut, aufgeregt bin ich daher nicht, nur vielleicht ein bisschen hektisch. Die Qualität meiner singenden Möglichkeiten ist nicht so gut, daher hoffe ich, dass die Leute es gut ertragen“, zwinkerte er, bevor er für den guten Zweck auf die Bühne stieg und mit „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens ein leichtes Spiel hatte, möglichst viele Stimmen aus dem Publikum mobil zu machen.

Der lauteste Applaus vorab wurde allerdings der Showgruppe des „Dance In“ zuteil, denn die flutete zahlreich die Bühne und brachte mit ihrem Tanz auf „Voulez-Vous“ von Abba so richtig Schwung in die Menge. Mit Gesang und Bewegung gleichzeitig bewiesen die Mädels Multitaskingfähigkeit. Während Bürgermeister Marcel Kreutz gemeinsam mit Thomas Pennertz den „Skandal im Sperrbezirk“ ausrief, litt das Team der Kreissparkasse unter einem „Wackelkontakt“ – und mit ihm der gesamte Bergische Löwe. Auch Markus Hendrich und Caroline Bosbach stellten gemeinsam ihr Können unter Beweis.

Die Repräsentanten des Lions-Club begeisterten als singende Boyband

Gesetzt waren die Repräsentanten des Lions-Club um Richard Schmitz, Rene Fluß, Guido Schneider und Andrè Goerke, die wieder als singende Boyband begeisterten. Vor allem die Pilgers als stolze Eltern und „angereist aus der tiefsten Eifel“. „Der Abend hat unsere Erwartungen weit übertroffen, wie hier Stimmung gemacht wird für den guten Zweck“, war Vater Franz-Ludwig beseelt, der weite Weg hatte sich gelohnt.

Ex-Bürgermeister Frank Stein entschied sich nach seiner Amtszeit erstmals statt für Udo für Guildo, um den Gladbachern zu verdeutlichen: „Wunder gibt es immer wieder“. „Beim ersten Mal habe ich mir noch gedacht, was hast du dir da angetan? Aber mittlerweile läuft das. Ich hoffe, die Leute machen mit und überhören meinen überschaubaren Gesang“, tauschte die Ruhestand-Motorradkluft gegen Show-Outfit à la Horn und blickte in vergnügte Gesichter.