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Erster RundgangIm April soll der neue Schulbau in Waldbröl-Isengarten schon fertig sein

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Die Gemeinschaftsgrundschule im Waldbröler Stadtteil Isengarten bekommt einen großzügigen Anbau. Dieser wird gerade in Modelbauweise errichtet und nähert sich rasant seiner Fertigstellung.

Die Gemeinschaftsgrundschule im Waldbröler Stadtteil Isengarten bekommt einen großzügigen Anbau. Dieser wird gerade in Modelbauweise errichtet und nähert sich rasant seiner Fertigstellung.

Aus 26 Modulen der Firma Kleusberg zusammengefügt ist das neue Gebäude, das sich die Marktstadt mehr als fünf Millionen Euro kosten lässt.

Blaue Folie schützt die Treppenstufen, hier liegt Werkzeug, dort Werkzeug, drumherum Maschinen und viel Material. Und mitten drin muss man gut aufpassen, wohin man die Füße setzt. Spät am Nachmittag herrscht Hochbetrieb im Anbau der städtischen Gemeinschaftsgrundschule im Waldbröler Viertel Isengarten, Trockenbauer tummeln sich da ebenso wie Bodenleger und Heizungsinstallateure. Oder wie es Christian Kappenstein vom Gebäudemanagement im Rathaus der Marktstadt sagt: „Alle Gewerke greifen gerade perfekt ineinander.“

Dem Ausschuss für Bauen und Verkehr des Stadtrats hat Kappenstein jetzt die Tür geöffnet zu dieser mehr als fünf Millionen Euro teuren Baustelle. Etwa 850.000 Euro davon erhält die Marktstadt aus Fördermitteln. „Mitte April soll schon die Abnahme erfolgen“, kündigt Kappenstein und berichtet zudem, dass Sachverständige, etwa für die Elektrik, die Alarmsysteme, die Belüftung und die Bodenbeläge, den flammneuen Modulbau an der Karl-Conrad-Straße in der kommenden Woche in Augenschein nehmen.

An dieser Stelle trifft Neu auf Alt: Eine Tür kommt an die Schnittschnelle, an der sich der Altbau der Grundschule in Waldbröl-Isengarten mit dem Neubau verbindet.

An dieser Stelle trifft Neu auf Alt: Eine Tür kommt an die Schnittschnelle, an der sich der Altbau der Grundschule in Waldbröl-Isengarten mit dem Neubau verbindet.

Dort haben Schwertransporte am 11. November vergangenen Jahres die ersten Bauteile angeliefert, hergestellt hat diese die Firma Kleusberg in Wissen an der Sieg, Anfang Oktober 2025 haben die ersten Arbeiten fürs Fundament begonnen. 26 Kästen stapeln sich heute zu zwei Geschossen, unter deren Decke finden sich etwa neue Klassenräume und Themenzimmer, eine Spielecke, ein Aufzug und zwei Treppenhäuser, eine Küche und eine großzügige Mensa, die mit einer mobilen Wand geteilt werden kann. Allein dieser schlüsselfertige Neubau schlägt mit rund 3,8 Millionen Euro zu Buche.

Bisher war das Wetter optimal für die Bauarbeiten in Waldbröl-Isengarten

Auf dessen Dach soll derweil Grünes gedeihen und die Sonne eine leistungsstarke Photovoltaik-Anlage in Gang halten. Die äußeren Anlagen gestaltet der Hermesdorfer Garten- und Landschaftsbauer Jörg Heintze. Und längst tragen die Fassaden ihren Putz.

„Bisher war das Wetter optimal“, freut sich Christian Kappenstein und versichert, dass die Baustelle nicht nur zeitlich voll im Takt sei, sondern auch – mit klitzekleinen Abweichungen – im Rahmen der geplanten Kosten liege. „Und hätten wir uns für einen Massivbau entschieden, wären wir noch lange nicht so weit, wie wir es heute sind.“ Hatten die ersten vier, fünf Module ihren Platz gefunden, sei darin auch gleich der Innenausbau gestartet. Mitte Mai erwartet die Stadtverwaltung zuletzt die Möbel dafür.

Die Mensa im Anbau der Grundschule in Isengarten ist groß und lichtdurchflutet. Mit einer mobilen Wand kann dieser Raum geteilt werden.

Die Mensa im Anbau der Grundschule in Isengarten ist groß und lichtdurchflutet. Mit einer mobilen Wand kann dieser Raum geteilt werden.

Nach den Sommerferien erhält die Grundschule einen neuen, einen vierten Klassenzug. Damit steige die Zahl schließlich auf 430 Kinder insgesamt, sagt Kappenstein. Errichtet wird der neue Anbau auf dem Boden eines früheren Schulhofs: Das neue Haus hat bei einer Gesamtgröße von 1260 Quadratmetern eine Nutzfläche von mehr als 1090 Quadratmetern, es soll vor allem den seit diesem Jahr gesetzlich gesicherten Anspruch von Kindern auf einen Platz in der Offenen Ganztagsbetreuung auffangen. Doch nur in Isengarten hat die Stadt zurzeit den Boden für eine solche Erweiterung.

Vier Klassenräume und ein Integrationsraum finden sich im oberen der beiden Geschosse. Die Räume sind lichtdurchflutet, bodentiefe Fenster nach außen und große Glasflächen nach innen, sollen nicht nur eine einladende Transparenz schaffen, sondern auch dafür sorgen, dass die Lehrkräfte auch zwei Klassen immer im Blick haben, sollte jemand aufgrund von Krankheit zum Beispiel für den Unterricht fehlen.

Versorgt werden die Schülerinnen und Schüler in der Mensa nach dem Prinzip „Cook and Chill“: Vorgekochte Speisen werden gekühlt angeliefert und in der Schulküche auf die richtige Temperatur gebracht. „Weil es vorkommen kann, dass Mahlzeiten – etwa wegen eines Unfalls bei der Anfahrt – ausfallen, kann in einem anderen Raum rasch Ersatz zubereitet werden“, führt Christian Kappenstein aus. Daneben eingerichtet wird eine Spülstraße.