Das Wiehler Bonhoeffer-Gymnasium hat eine weitere Anerkennung im nationalen Bildungsnetzwerk der Vereinten Nationen bekommen. Das hat auch mit Uganda zu tun.
SchulentwicklungWiehler Gymnasium ist ein Schritt weiter bei Unesco-Projekt

Stolz auf die Anerkennung des Gymnasiums (v.l.): Lehrer Michael Merz, Schulleiter Frank Mistler, seine Stellvertreterin Britta Stephan und Lehrer Sandro Strebe.
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Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) nennt es selbst einen „bedeutenden Meilenstein“: Es ist nun offiziell als „Mitarbeitende Schule im nationalen Netzwerk der Unesco-Projektschulen“ anerkannt worden. Dies ist die zweite von drei Stufen bis zur Vollmitgliedschaft in dieser Initiative der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur.
In Deutschland gehören etwa 310 Schulen zum Unesco-Netzwerk, weltweit sind mehr als 11.500. Eine oberbergische Schule war bisher noch nicht dabei. Zu den Aktivitäten zählen gemeinsame Bildungsprojekte, Camps für Schülerinnen und Schüler, die jährliche Fachtagung für die Schulkoordinationen und eine alle zwei Jahre stattfindende Schulleitungstagung.
Das DBG lebt die Grundsätze der Unesco bereits seit vielen Jahren in Unterricht, Schulleben und schulischer Entwicklung.
2024 hat sich das Wiehler Gymnasium in einem ersten Schritt als „Interessierte Schule“ registrieren lassen. Der gesamte Zertifizierungsprozess dauert bis zu sechs Jahre. Das DBG muss auf jeder der drei aufeinander folgenden Stufen das Leitbild der Unesco-Projektschulen in ihrem Schulleben nachweisen.
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Zentral sind dabei eine nachhaltige Entwicklung und „die Ideale einer Kultur des Friedens“. Das DBG wertet die Auszeichnung in einer Pressemitteilung als Erfolg eines langjährigen Engagements der gesamten Schulgemeinschaft. „Das DBG lebt die Grundsätze der Unesco – Demokratiebildung, Nachhaltigkeit, Vielfalt und internationale Verständigung – bereits seit vielen Jahren in Unterricht, Schulleben und schulischer Entwicklung.“ Dies sei unlängst auch durch die Qualitätsanalyse des Landes Nordrhein-Westfalen bestätigt worden, in der dem DBG eine klare Ausrichtung an den Unesco-Werten bescheinigt worden sei.
Wiehler haben Partnerschule in Uganda
Wichtig ist in diesem Zusammenhang die seit 2012 bestehende Partnerschaft mit dem Ikirah Education Centre in Uganda. Diese Kooperation sei ein „Aushängeschild“ des Wiehler Gymnasiums und soll vertieft werden, teilt das DBG mit. Die Schulpartnerschaft geht auf die Bekanntschaft der Lehrerin Andrea Stangier zum Vorsitzenden der SOS-Nothilfe Uganda, Roland Schmidt aus Morsbach, zurück.
2012 reisten vier Schüler aus dem Erdkundeleistungskurs sowie Andrea Stangier und Kollege Sandro Strebe mit Roland Schmidt und weiteren Mitglieder der SOS-Nothilfe erstmals nach Uganda. In den folgenden Jahren unterstützte das DBG das Ikirah Education Centre unter anderem beim Aufbau der Versorgung mit sauberem Trinkwasser und Strom, aber auch mit Lehrmaterialien.
Mit einer spontanen Hilfsaktion reagierten die Wiehler auf die Notlage, in welche die Partnerschule 2021 wegen der Pandemie geriet, und sammelten Geld für den Einkauf von Nahrungsmitteln. Für den kommenden Herbst ist wieder ein Besuch der Partnerschule in Uganda geplant.
Doch zuvor will das Wiehler Gymnasium die Anerkennung als „mitarbeitende“ Unesco-Schule feiern. Das Bonhoeffer-Gymnasium wird am Freitag, 29. Mai, Schülerinnen und Schülern, Lehrkräfte, Eltern, Ehemalige und außerschulische Partnern zu einem großen Festakt einladen.

