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„nicht selbstverständlich“Diabetesgesellschaft zeichnet Vinzenz Pallotti Hospital in Bensberg aus

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Einem Kind  wird von seiner Mutter der Blutzuckergehalt gemessen.

Regelmäßig wird im Vinzenz Pallotti Hospital bei der Aufnahme von Patientinnen und Patienten der Blutzuckerwert gemessen. Liegt er über 200, schaltet sich das Diabetesteam ein. (Symbolbild)

Das Diabetesteam vor Ort besteht aus verschiedenen Fachkräften und ist auf allen Stationen unterwegs, um die Patienten zu unterstützen.

Seit rund einem Jahr ist das Diabetesteam der GFO Kliniken Rhein-Berg am Vinzenz Pallotti Hospital in Bensberg stationiert. Dabei sind die Experten in der Regel nicht nur auf einer Station, sondern auf allen in der Klinik unterwegs, um ihre Patientinnen und Patienten dort abzuholen, wo sie sind.

Jetzt ist das Team erneut durch die Deutsche Diabetes Gesellschaft zertifiziert worden, wie die Kliniken mitteilen. Es bestehe aus Fachärzten, Diabetesberatern, Diabetesassistenten, Wundassistenten und Ernährungsfachkräften.

Fachkräfte nehmen regelmäßig an Schulungen teil

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft ist eine medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft. Nach eigenen Angaben zählt sie 9.300 Mitglieder, zu denen Ärzte in Klinik und Praxis sowie Menschen aus Wissenschaft, Psychologie und Apotheken, Gesundheitsfachkräfte und weitere Fachkräfte, die diabetologisch tätig sind, zählten. „Zertifizierte Praxen und Kliniken stehen für evidenzbasierte Patientenversorgung und die Einhaltung hoher leitlinienkonformer Qualitätsstandards“, teilt die Gesellschaft zu ihrer Zertifizierung mit. Das Zertifikat diene Menschen mit Diabetes und möglichen Folge- und Begleiterkrankung bei der Suche nach der passenden Einrichtung mit passendem Personal.

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„Es ist wichtig, dass die Pflegenden diabetologisch geschult sind und den Diabetes im Blick haben“, sagt Mirjam Miczka, Ernährungsberaterin bei den GFO Kliniken Rhein-Berg. Auf jeder Station gibt es nach Angaben der Kliniken zwei Pflegende, die speziell für die Arbeit mit Diabeteserkrankten ausgebildet seien. Regelmäßig gebe es Grundschulungen, einmal im Jahr auch eine Veranstaltung, bei der aktuelle Themen vermittelt würden.

Liegt der Blutzuckerwert über 200, schaltet sich das Diabetesteam ein

Über alle Fachbereiche gesehen hätten rund 20 Prozent aller Patientinnen und Patienten, die stationär versorgt werden, ein Problem mit ihrem Zuckerwert. Bei diesen 20 Prozent handle es sich nur um die, die eigentlich wegen einer anderen Diagnose, etwa einer Kniearthrose oder dem Einsatz eines Gelenks in das Vinzenz Pallotti Hospital kommen würden.

Der Blutzuckerwert werde routinemäßig bei der Aufnahme gemessen. Liege er über 200, mache sich das Diabetesteam an die Arbeit. Die Therapie würde ab diesem Punkt überprüft und der Stoffwechsel an die veränderte Situation im Krankenhaus angepasst.

Es ist überhaupt nicht selbstverständlich, dass dem Thema in einem Krankenhaus solche Aufmerksamkeit gewidmet wird
Elisabeth Niemand, Diabetesberaterin

Medizinisch unterscheidet man verschiedene Formen von Diabetes. Die Hauptformen, und auch die im Alltag gängigsten, sind der Typ-1 und der Typ-2. In Deutschland haben nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums etwa zehn Prozent der Erwachsenen einen dieser beiden Typen, 90 Prozent davon Typ-2.

„Es ist überhaupt nicht selbstverständlich, dass dem Thema in einem Krankenhaus solche Aufmerksamkeit gewidmet wird“, erläutert Diabetesberaterin Elisabeth Niemand mit Blick auf die Behandlung von Diabetes in den GFO Kliniken Rhein-Berg. Eine gute Betreuung der Diabetespatienten führe, so die Kliniken, in zertifizierten Häusern zu einer Reduktion der Sterblichkeit, des Komplikationsrisikos und erneuter stationärer Aufnahme, zu einer kürzeren Liegedauer und zu einer besseren Wundheilung – gerade im Vergleich zu Häusern, die nicht ausgezeichnet seien.