Mit dem Geld wollen die Kliniken das Vinzenz-Pallotti-Hospital in Bensberg modernisieren. Das ist beengt und strukturell veraltet.
KrankenhausreformBund und Land fördern GFO Kliniken in Rhein-Berg mit 58 Millionen Euro

Der GFO-Standort in Bensberg leidet unter den engen Verhältnissen.
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Das Vinzenz-Pallotti-Hospital in Bensberg hat ein Problem: Die Verhältnisse sind strukturell veraltet und beengt. Da kommen die 58 Millionen Euro aus dem Kliniktransformationsfonds des Bundes gerade richtig. Mit dem Geld und mit Eigenmitteln wollen die GFO Kliniken den Standort des Krankenhauses erweitern und modernisieren.
Der Fond ist ein Finanzinstrument der deutschen Klinikreform. Nach Angaben des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (Mags) des Landes NRW werden über zehn Jahre – von 2026 bis 2035 – insgesamt bis zu 50 Milliarden Euro vom Bund und von den Ländern bereitgestellt, um die strukturellen Veränderungen im Rahmen der Krankenhausreform des Bundes zu fördern. Es war auch das Mags, das laut GFO Kliniken Rhein-Berg mit der Verabschiedung des Krankenhausreformanpassungsgesetzes, das Mitte April in Kraft trat, bekannt gegeben hat, dass der Fördermittelbescheid an die GFO Kliniken im Kreis geht.
Wesentliche Bereiche der stationären Versorgung sind bereits in Bensberg
Bereits in der Vergangenheit hat die GFO auch in Rhein-Berg ihre Standorte entlang der Reform reorganisiert. Im Fokus habe insbesondere die „Ausbildung von Grund- und Regelversorgung im Sinne der Daseinsfürsorge für Regionen“ gestanden, teilen die GFO Kliniken dazu mit. Die Standorte würden zusätzlich einzelne Spezialversorgungsgebiete abdecken. Wesentliche Bereiche der stationären Versorgung seien bereits im Vinzenz-Pallotti-Hospital konzentriert.
Dazu zählten die Innere Medizin, die Bereiche Rektale Tumorchirurgie, Urologie und Uroonkologie, Gynäkologie und Geburtshilfe sowie die Orthopädie, Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Endoprothetik. Die Spezialversorgung der Neurologie und der Geriatrie befinde sich derzeit noch am Marienkrankenhaus Bergisch Gladbach.
Wann die Förderung bei den Kliniken ankommt, steht noch nicht fest
„Die in Aussichtstellung des Neubaus in Bensberg lässt uns auch die beengten Verhältnisse mit einer neuen Perspektive aushalten“, sagt Thorsten Löhr , einer der ärztlichen Direktoren. „Derzeit finden unsere Mitarbeitenden für viele Themen kreative Lösungen, auch das schweißt zusammen. Die Aussicht auf moderne Strukturen unterstützt unsere Mühen zusätzlich.“
Wann genau die Förderung bei den Kliniken ankommt, steht aktuell noch nicht fest. „Wir werden das Geld nun schnellstmöglich dem Krankenhausträger zur Verfügung stellen, damit dieser die nötigen Strukturveränderungen ebenfalls zügig umsetzt“, sagt NRW-Gesundheitsminister Karl Josef Laumann. „Ziel ist es, die Versorgungssicherheit in Bergisch Gladbach und den umliegenden ländlichen Gebieten auch weiterhin zu gewährleisten.“
