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75. GeburtstagGroßes Fest bei der Bast in Bensberg

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Das Gelände der Bast

Das Gelände der  Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt)

Am 20. Juni feiert die Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen ihren 75. Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür.

Autos, Straßen, Brücken, Ampeln, Fahrbahn, Umwelt, Sicherheit. Jeder, der auch nur entfernt etwas zum Thema Verkehr erforscht, kommt an der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen in Bensberg nicht vorbei. Dass hier Entscheidendes zur Sicherheit und zur Fortentwicklung auf den bundesdeutschen Straßen geprüft und getestet wird, kann man auf den ersten Blick kaum erkennen.

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Das Bürogebäude, das sich hinter viel Grün an der Brüderstraße in Frankenforst erstreckt, erscheint unspektakulär. Zehn große Versuchs- und Werkshallen flankieren die Gebäude, rund 400 Mitarbeitende haben im Gebäudekomplex ihren Schreibtisch. Die Bast, wie sie von allen genannt wird, ist einer der größten Arbeitgeber der Stadt. Aber es ist kein Unternehmen.

Spannende Bundesbehörde

Es ist eine Bundesbehörde, die hier seit 1983 ihren Sitz hat. Alles, wirklich alles was wichtig ist im Ablauf des Straßenverkehrs, vom Fahrbahnbelag, über den Straßenbau bis zur Crashtests von Fahrzeugen, läuft durch die Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen beziehungsweise deren Versuchsanlagen. Guckt man hinter die Kulissen, ist es vielleicht die spannendste Bundesbehörde überhaupt.

Ein komplexes Gebilde, sicher, aber eines, ohne das der heutige Straßenverkehr nicht so wäre, wie er ist. Ein großes Fest steht an: Am Samstag, 20. Juni, dem „Tag der Verkehrssicherheit“, feiert die Behörde ihren 75. Geburtstag und alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen zu einem Tag der offenen Tür. Kommen wird auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Gefeiert wird von 11 bis 17 Uhr.

Schneller Brückenbau

Der Brückenbau. Er gehört auch zu den Kernthemen, die die Wissenschaftler, Fachingenieure und Materialprüfer behandeln. Deutschland hat Tausende von Brücken, und sehr, sehr viele sind sanierungsbedürftig. Sperrungen können über Nacht kommen. Auch für den Neubau der seit wenigen Tagen gesperrte Bonner Nordbrücke werden die Experten der Bundesanstalt angehört werden. So ist es auch bei der in einer Rekordzeit von nur vier Jahren neugebauten Rahmedetalbrücke in Lüdenscheid und der neuen Leverkusener Rheinbrücke gewesen.

An der Behörde in Bensberg führt kein Weg vorbei. Sie stellt die „Weichen“ für die Zukunft der Straßen. Im Gründungsjahr 1951 war der Straßenverkehr ein zartes „Pflänzchen“. In Köln entstand aus der Zusammenlegung zweiter Vorläuferbehörden die zentrale „Bundesanstalt für Straßenbau“. Es waren die Nachkriegsjahre, überall ratterten ten die Presslufthämmer und Bohrmaschinen. Deutschland baute nach dem Krieg die Infrastruktur wieder auf, und die junge Behörde prüfte Baugrund und Baustoffe.

Neuer Name

1965 wechselte der Name zur Bundesanstalt für Straßenwesen, 2025 kam auch der Verkehr in den Behördennamen. Aufgaben kamen hinzu, Fahrzeuge, Umwelt und Infrastruktur gerieten in den Fokus. Nach außen hin wurde die Bast mit ihren Crashtestes bekannt, dafür gibt es eine eigene Anlage, die auch am Tag der Offenen Tür zu sehen sein wird. Auch die Sicherheitsausstattung aller Fahrzeuge mit den verpflichtenden Gurtsystemen für die Passagiere geht zurück auf die Bundesanstalt.

In den Vor-Gurt-Zeiten schnellten die Todesziffern auf den deutschen Straßen die Höhe, die Forschungen der Bast trugen entscheidend zur Einführung der Gurtpflicht bei. 1983 begrüßten die Gladbacher die Bundesbehörde. In Hummelsbroch/Frankenforst entstand das heutige Gelände der Verkehrstester und -prüfer. 200.000 Quadratmeter ist es groß, es erstreckt sich parallel zur Brüderstraße und zur nahen Autobahn. Ökologie und Umwelt sind in den vergangenen Jahren zunehmend nach vorne gerückt.

Viele Projekte

Über 500 Forschungsprojekte laufen in der Behörde parallel, auf allen Kontinenten sind die Fachleute aus Bensberg gefragt. Die Bast ist eine in er ganze Welt tätigen Behörde geworden, ihre Mitarbeitenden sind hochgeschätzt bei internationalen Projekten. Über die Ländergrenzen hinweg wird geforscht und längst geht es auch um die Auswirkenden der digitalen Revolution im Auto.

Bei der Bast erweitert sich der Horizont stetig, Stillstand gibt es nicht. Sie erforscht die Alltagsmobilität, erfasst für große Forschungsprojekte Verkehrs- und Mobilitätsdaten. Die Bewegung von Fußgängern und Radfahrern auf den Straßen wird ermittelt und in bundesweite Projekte eingespeist. Die Bast agiert als Nationale Stelle für Verkehrs- und Mobilitätsdaten. Neuerdings sind die Forscher auch im Weltall unterwegs.

Für das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus wird von Bensberg aus ein Netzwerkbüro geleitet. Der Verkehr ist ganzheitlich geworden und mit ihr die Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen. Auch davon können sich die Besucher am Tag der Offenen Tür überzeugen.