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Waldbrand in HürtgenwaldFeuerwehrleute aus dem Bergischen Land im Großeinsatz

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Feuerwehrfahrzeuge stehen vor dem Kreishaus.

Aus sämtlichen Städten und Gemeinden des Rheinisch-Bergischen Kreises sind Feuerwehrleute nach Hürtgenwald bei Düren ausgerückt.

Ein ausgedehnter Waldbrand in Hürtgenwald mobilisiert Feuerwehrkräfte aus dem Bergischen. Warn-App schrillt auch in Rhein-Berg.

Der große Waldbrand in der Gemeinde Hürtgenwald bei Düren mobilisiert immer mehr Einsatzkräfte aus dem Bergischen Land. Nachdem bereits am Freitagmorgen Spezialkräfte der Feuerwehr Bergisch Gladbach mit einem Wasserfördersystem ausgerückt waren, machte sich am Nachmittag ein weiterer großer Verband auf den Weg ins Brandgebiet.

Mehrere Führungskräfte der Feuerwehr stehen vor einem Einsatzleitfahrzeug am Kreishaus in Bergisch Gladbach-Heidkamp.

Besprechung mit Vize-Kreisbrandmeister Sven Jansen (gelbe Weste) vor der Abfahrt in Richtung Nordeifel.

Um 16 Uhr trafen sich elf Fahrzeuge mit 63 ehrenamtlichen Feuerwehrleuten aus sämtlichen Städten und Gemeinden des Rheinisch-Bergischen Kreises am Kreishaus in Bergisch Gladbach-Heidkamp. Unter Leitung des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Sven Jansen ging es im geschlossenen Verband mit Blaulicht und Martinshorn zunächst nach Leverkusen.

Wir sollen um 19 Uhr Kräfte bei der Brandbekämpfung ablösen.
Sven Jansen, stellvertretender Kreisbrandmeister vor der Abfahrt der rheinisch-bergischen Feuerwehrleute nach Hürtgenwald am Nachmittag

Dort sollten die Rhein-Berger mit Einsatzkräften aus Leverkusen und dem Oberbergischen Kreis zusammentreffen und als Bereitschaft V der Bezirksregierung Köln gemeinsam weiter in Richtung Hürtgenwald fahren. „Wir sollen um 19 Uhr Kräfte bei der Brandbekämpfung ablösen“, sagte Jansen vor der Abfahrt. Wie lange der Einsatz dauern wird, war zunächst offen. Möglicherweise müssten am Samstag weitere Feuerwehrleute aus Rhein-Berg nachrücken.

Feuerwehrfahrzeuge stehen vor dem Kreishaus in Bergisch Gladbach-Heidkamp.

Am Kreishaus in Bergisch Gladbach-Heidkamp haben sich die Feuerwehreinsatzkräfte aus Rhein-Berg am Freitagnachmittag (14.8.) getroffen, um gemeinsam nach Hürtgenwald auszurücken.

Brenzlig: Munition im BodenIn Hürtgenwald hat sich das Feuer inzwischen auf rund 300 Hektar ausgebreitet. Der Ortsteil Gey mit rund 1800 Einwohnern musste zeitweise in Sicherheit gebracht werden. Erschwert werden die Löscharbeiten durch Altmunition aus dem Zweiten Weltkrieg im Waldboden.

Per Warn-App Nina auch in Rhein-Berg vor Geruchsbelästigung gewarnt

Eine besondere Aufgabe haben die Feuerwehrleute aus Bergisch Gladbach übernommen. Am Freitagmorgen rückte der beim Löschzug Paffrath/Hand stationierte Wasserförderzug NRW aus. Im Tagesverlauf kamen Kräfte des Löschzugs Stadtmitte hinzu.

Herzstück des Wasserförderzugs ist das Hochleistungspumpensystem HFS. Damit lassen sich große Mengen Löschwasser über mehrere Kilometer transportieren – gerade bei Waldbränden wichtig, wenn geeignete Wasserentnahmestellen weit von den Flammen entfernt sind. Die Spezialtechnik gehört zum Katastrophenschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Feuerwehrfahrzeuge fahren mit Blaulicht und Martinshorn zum Waldbrandeinsatz bei Düren.

Mit Blaulicht und Martinshorn fahren die elf Feuerwehrfahrzeuge aus Rhein-Berg im geschlossenen Verband zum Waldbrandeinsatz bei Düren.

Wie weit die Auswirkungen des Brandes reichen, zeigte sich am Freitagnachmittag auch in Rhein-Berg. Über die Warn-App Nina wurde vor Geruchsbelästigung durch den Rauch des Waldbrandes gewarnt.

Weitere bergische Hilfsorganisationen sind bereits bei Düren im Einsatz

Unterwegs in den Hürtgenwald sind zudem Helfer mehrerer Hilfsorganisationen aus dem Bergischen. Sie bilden nach Angaben Jansens einen Betreuungsplatz, an dem im Bedarfsfall bis zu 500 Menschen versorgt werden können.

Für die 63 Feuerwehrleute, die am Nachmittag in Heidkamp starteten, dürfte es eine lange Nacht werden. Wann sie aus dem Hürtgenwald zurückkehren können, war bei ihrer Abfahrt noch nicht absehbar.