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Gruselwald in AltenbergTausende Gäste wurden verzaubert

Zahlreiche Besucher aller Altersklassen strömten zum Gruselwald nach Altenberg, wo ein böser Zauberer den Märchenwald verhext hatte.

Viele Familien kamen in den Märchenwald, um sich zu gruseln

Ein Zauberer, ein Gruselwald und ein voller Parkplatz

Am letzten Tag der Herbstferien nutzten viele Besucher das schöne Herbstwetter, um in Altenberg zu erleben, was ein „böser Zauberer“ angerichtet hatte: Eine Woche zuvor hatte er „den Märchenwald in einen Gruselwald verhext“. Schon kurz nach Öffnung der Tore hätten manche Besucher sicher gern einige zusätzliche Parkplätze herbeigezaubert, denn der große Parkplatz war schnell voll.

Gäste mit und ohne Kinder lauschten den Erzählern in den Märchenhäuschen. Auch ein Damentrio, dessen Mitglieder alle deutlich älter als ein halbes Jahrhundert waren, hatte es „gerade in der Gegend“ auf den Rundweg verschlagen.

Jeweils 2500 Besucher

Gabriele Prestin, ein guter Geist im Märchenwald, wundert das nicht: „Zu uns kommen alle Altersstufen, ob mit oder ohne Kinder. Der Märchenwald hat seit über 90 Jahren nichts von seiner Faszination verloren.“ An den beiden Wochenenden der Gruselwaldtage kamen ihrer Auskunft nach jeweils weit mehr als 2500 Besucher. Am 1. November meldete die Homepage: „Unsere Gruseltage sind heute vollständig ausverkauft! Auch an der Tageskasse sind keine Tickets mehr erhältlich.“

Kein Wunder: Auf den verwunschenen Pfaden begegnen Besucher Figuren aus deutschen Märchen, die in nostalgischen Waldhäuschen zum Sehen und Hören einladen. An Halloween waren zahlreiche Familien kostümiert unterwegs. Auch mitgebrachte Hunde trugen mit Leuchthalsbändern und Gespensterumhängen zum bunten Bild bei.

Zeitweise lange Schlangen

Frida hatte Spaß bei der Gruselei

Vor dem Kassenhäuschen bildeten sich zwar zeitweise lange Schlangen, doch die dort tätige Hexe fertigte die Gäste durch das Scannen digitaler Eintrittskarten auf den Handys „zauberhaft schnell“ ab. Wer das kleine Nadelöhr passiert hatte, fand sich am Brunnen des Froschkönigs wieder, aus dem dichte Nebelschwaden waberten. Im Teich daneben tauchten Skelette auf, umgeben von Spinnweben und lila-rot blinkenden Lichterketten.

Vampirbraut und Fotowände

Dieses Szenario schreckte die junge Frida aus Leverkusen jedoch nicht. Im Gegenteil: Für die kleine Vampirbraut im blutbefleckten weißen Hochzeitskleid, mit Perlenkette und Lederjacke, war es der perfekte Hintergrund für ein Erinnerungsfoto. Auch Fotowände luden dazu ein, den Kopf sitzenden oder hängenden Skeletten sowie Hexen zu leihen, die im Zaubertrank rührten.

Grusellabyrinth und Kinderschminken

Vorbei an beleuchteten Gespenstern und Spinnweben im Unterholz, bunten Lichterketten und Gruselfiguren auf den Hütten ging es zu den schaurig geschmückten Häuschen von Aschenputtel, den sieben Geißlein, Rumpelstilzchen oder Gold- und Pechmarie. Anschließend lockten Grusellabyrinth und Kinderschminken. Dabei galt es, aufmerksam zu bleiben und keine Station der Hexen-Gruselrallye zu verpassen: An jeder Station musste ein Buchstabe gefunden und auf einer Karte zu einem Wort zusammengesetzt werden. Das brauchte die gute Waldhexe am Rapunzel-Turm, denn sie hatte einen Teil des Zauberspruchs vergessen, um den Märchenwald wieder vom Gruselzauber zu befreien. Kein Wunder also, dass die kleinen Besucher, tatkräftig von ihren Eltern unterstützt, alles gaben, um die fehlenden Buchstaben zu finden.

Winterzauber im Advent

Ob die tatkräftige Hilfe erfolgreich war, können Besucher an den Novemberwochenenden feststellen, bevor am ersten Adventwochenende im Märchenwald der Winterzauber beginnt.