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Kriminelle in Rhein-BergBetrug direkt an der Haustür

Falsche Bankmitarbeiter und Polizisten haben im Rheinisch-Bergischen Kreis Senioren um ihre Bankkarten und ihren Schmuck gebracht.

Betrugsanrufe täuschen Senioren

Erneut waren Betrüger im Rheinisch-Bergischen Kreis aktiv. In zwei Fällen erbeuteten falsche Bankmitarbeiter die Bankkarten ihrer Opfer: einer Seniorin aus Heidkamp und einem Senior aus Overath. Zudem gelang es falschen Polizeibeamten, einer Seniorin aus Schildgen mehrere Goldketten, -ringe und Armbanduhren zu stehlen.

Aufmerksame Nachbarin verhindert Betrug in Heidkamp

Am Dienstag meldete sich ein unbekannter Mann telefonisch bei einer 83-jährigen Frau aus Heidkamp und gab sich als Bankmitarbeiter aus. Er erklärte der Seniorin, dass jemand Geld von ihrem Konto abheben wolle. Um dies zu verhindern, benötige man sowohl ihre Bankkarte als auch die dazugehörige PIN. Die Seniorin gab dem Anrufer ihren PIN-Code durch. Anschließend erklärte er, dass ein weiterer Bankmitarbeiter die Bankkarte bei ihr abholen würde. Da die Seniorin zunehmend misstrauisch wurde, wandte sie sich an ihre Nachbarin. Diese erkannte den Betrugsversuch und übernahm bei einem erneuten Anruf das Gespräch. Daraufhin ließen die Betrüger von weiteren Versuchen ab.

71-Jährige übergibt Bankkarte an der Haustür

Anders erging es einer 71-Jährigen, ebenfalls aus Heidkamp. Sie erhielt einen Anruf von einem vermeintlichen Mitarbeiter ihrer Hausbank. Dieser behauptete, es seien fehlerhafte Abbuchungen vom Konto der Seniorin erfolgt und man benötige nun ihre Bankkarte, um das Problem zu lösen. Ein Mitarbeiter mache sich sofort auf den Weg und hole die Karte ab. Die Seniorin hatte zwar Bedenken, doch der Anrufer ließ nicht nach und verwickelte die 71-Jährige in ein Gespräch, bis es schließlich an ihrer Haustür klingelte. Die Seniorin übergab der unbekannten Frau an der Tür ihre Bankkarte. Kurz darauf stellte sich heraus, dass ein dreistelliger Betrag abgebucht worden war. Die unbekannte Abholerin war laut Angaben der Seniorin circa 35–45 Jahre alt, etwa 1,60–1,70 m groß und dunkelhäutig. Sie hatte eine kräftige Statur, dunkle gewellte Haare und trug einen kurzen schwarzen Mantel.

Falsche Bankmitarbeiter täuschen Senior in Overath

Auf ähnliche Weise gelang es falschen Bankmitarbeitern, einen 83-jährigen Senior aus Overath zu betrügen. Dieser berichtete der Polizei, einen Anruf von einer vermeintlichen Bankmitarbeiterin erhalten zu haben. Unter dem Vorwand, es bestünde eine offene Geldforderung, gelang es der Anruferin, den PIN-Code des Seniors zu erlangen. Auch in diesem Fall wurde dem Senior erklärt, dass die Abbuchung nur mit Hilfe seiner Bankkarte gestoppt werden könne. Schließlich übergab auch er der Abholerin seine Bankkarte. Die Frau war ungefähr 40 Jahre alt, circa 1,60 m bis 1,65 m groß und schlank. Sie hatte schwarze, schulterlange Haare und trug dunkle Kleidung.

Falsche Polizisten erbeuten Wertsachen in Schildgen

Zuletzt waren Betrüger in Schildgen erfolgreich. Auch in diesem Fall erfolgte der Erstkontakt telefonisch. Ein unbekannter Mann gab sich am Telefon als Polizeibeamter aus und erzählte einer 61-Jährigen, dass es in ihrer Nähe in letzter Zeit vermehrt zu Einbrüchen gekommen sei. Nun wolle man sicherstellen, dass ihre Wertsachen in Sicherheit seien und die Sachen abholen.

Wenig später klingelte ein unbekannter Mann an der Haustür und zeigte der Bewohnerin einen vermeintlichen Dienstausweis. Im guten Glauben übergab die Frau dem falschen Polizisten mehrere Silberbesteck-Sets sowie eine größere Menge an Goldschmuck. Kurz darauf bemerkte sie den Betrug und erstattete Anzeige bei der Polizei. (pol)