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Traurige GewissheitVermisste 29-Jährige aus Kürten nach einem Jahr tot aufgefunden

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Ein Polizist sucht in einem Waldstück. (Symbolfoto)

Ein Polizist sucht in einem Waldstück. (Symbolfoto)

Seit April 2025 wurde eine 29-jährige Frau aus Kürten vermisst, nun gibt es traurige Gewissheit.

Einen grausigen Fund hat Ende März ein Spaziergänger in einem Waldstück bei Kürten-Herweg gemacht: Er fand Überreste eines menschlichen Körpers. Jetzt steht fest: Bei der Leiche handelt es sich um eine 29-Jährige, die im vergangenen Jahr auch in dieser Zeitung als Vermisste gesucht worden war.

„Sie hatte sich damals von ihrem vorübergehenden Aufenthaltsort in Kürten-Bechen in Richtung eines Waldgebiets entfernt“, sagt Polizeisprecher Christian Tholl am Dienstagnachmittag. Trotz intensiver Such- und Ermittlungsmaßnahmen und der Öffentlichkeitsfahndung sei die Vermisste damals aber nicht gefunden worden.

Vermisste Michaela S. war vor einem Jahr verschwunden

Am Sonntag, 20. April 2025, gegen 9 Uhr war die 29-Jährige zuletzt gesehen worden. Ihr letzter bekannter Aufenthaltsort war nach Angaben der Polizei ein Wohngebiet in Kürten-Bechen gewesen. „Möglicherweise wurde sie von Spaziergängern noch am selben Tag um die Mittagszeit in einem Waldgebiet zwischen der Ortschaft Kochsfeld und dem Scherfbachtal gesehen“, hieß es damals in dem Suchaufruf nach der 1,72 Meter großen Frau, die dunkelblonde, mittellange Haare hatte, eine Brille trug und zuletzt mit einem grün-weiß-braun gestreiften Pullover, einer blauen Jeans und schwarzen Turnschuhen bekleidet war.

Die nun gefundene Leiche als die Vermisste zu identifizieren, war nach Informationen dieser Zeitung nicht leicht. Ein Gutachten der Rechtsmedizin Köln zur Feststellung der Identität ergab schließlich letzte Gewissheit.

Woran die Frau gestorben ist, ist laut Polizei noch unklar. „Die Ermittlungen zur genauen Todesursache werden gesondert geführt und dauern noch an“, so Polizeisprecher Tholl. Sollten sich Hinweise darauf ergeben, dass die Frau einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist, würde eine Mordkommission eingerichtet. Derzeit gebe es aber dafür keine Anhaltspunkte. Die Staatsanwaltschaft sei aber – wie üblich in solchen Fällen – eingeschaltet.