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FrühlingskonzertGermania-Chor Opladen hatte sich musikalische Freunde eingeladen

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Männerchor Germania Opladen

Von Smetana über Wagner bis zu den Beatles. Die Bandbreite war groß in der evangelischen Kirche Quettingen.

Von Smetana über Wagner bis zu den Beatles. Die Bandbreite war groß in der evangelischen Kirche Quettingen.

Drei Chöre und ein Mix aus anspruchsvoller und leichter Unterhaltung – so beging der Männerchor Germania Opladen am Wochenende ein Dreifachkonzert. Denn die Opladener Sänger hatten sich gleich zwei weitere Gruppen zu ihrem Frühlingskonzert eingeladen: den Damenchor Bergisches Echo und den Männerchor AMK Amersfoorts MannenKoor aus den Niederlanden.

Mit dem Chor aus dem Nachbarland sei man seit zwei Jahren befreundet, heißt es vom Germania-Chor. Damals habe man die Sangeskollegen besucht und „sehr freundschaftliche Bande“ geknüpft. Und die Geschichte der beiden Chöre ist durchaus ähnlich. Beide wurden in etwa zur selben Zeit gegründet – der Opladener 1905, der niederländische 1907 – und beide sind verknüpft mit Eisenbahngeschichte: Wie auch im Opladener Ausbesserungswerk hätten damals auch die Mitarbeiter der Amersfoorter Zentralwerkstatt den Chor „Hollandsche Ijzeren Spoorwegmaatschappij“ ins Leben gerufen.

Der Gastgeberchor in der evangelischen Kirche in Quettingen begann das Konzert mit „Die Nacht“ und „Blümlein auf der Heide“ von Franz Abt, gefolgt von Bedřich Smetanas bekannter Moldau. Dann kamen die holländischen Sänger dazu. Gemeinsam sangen die Männer den Pilgerchor aus Wagners Oper „Tannhäuser“ – „vom feinen Piano bis zum stimmgewaltigen Fortefortissimo“, wie der Chor selbst beschreibt.

Der Damenchor Bergisches Echo war als Gastensemble dabei.

Der Damenchor Bergisches Echo war als Gastensemble dabei.

Der Männerchor AMK Amersfoorts MannenKoor unter Leitung von Michel Phijssen überzeugte mit der „Trösterin Musik“ von Anton Bruckner, La Pastorella von Franz Schubert und „For the beauty of the earth“ von John Rutter.

Dann waren die Damen dran. Angeleitet von Susanne Richter sangen sie ein Stück, das inzwischen fest ins Repertoire vieler moderner Chöre gehört: das wunderschöne „Gabriellas Lied“ aus dem schwedischen Film „Wie im Himmel“. Die Sängerinnen hatten sich in ihrem Part ohnehin eher den zeitgenössischeren Stücken im Vergleich zu Bruckner und Abt verschrieben: „Für Frauen ist das kein Problem“ (Max Raabe) zum Beispiel. Oder „So schön kann doch kein Mann“ (Gitte Hænning).

In dieser Hinsicht zogen die Männerchöre im zweiten Teil nach: Abwechselnd sangen der Germania-Chor und der AMK zum Beispiel „Yesterday“ von den Beatles oder „My Way“, dessen Musik von einem französischen Chanson stammt, dessen englischen Text Paul Anka geschrieben und dessen Version von Frank Sinatra weltberühmt wurde. Überraschend kam Westernhagens „Freiheit“ vom AMK. Da sang dann auch das Publikum mit.

Am Ende sangen der Damenchor und die Germania-Sänger, die seit 25 Jahren von Eugen Momot geleitet werden, noch „Halleluja, sing ein Lied“. Alexandra Momot, die Tochter des Chorleiters, begleitete die Sängerinnen und Sänger am Konzertflügel.