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Bergsches LandGummersbacher Modellbahner arbeiten mit kleinem Format und großer Begeisterung

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Die Märklin-Eisenbahnfreunde im Brauhaus.

Im Gummersbacher Brauhaus werden regelmäßig die Gleise aufgebaut. Am Freitag ist es wieder soweit.

Der Märklin-Insider-Stammtisch „Bergsches Land“ (ohne i) hat in Gummersbach sein zweijähriges Bestehen gefeiert. Bald ist das nächste Treffen.

Angestaubt? Irgendwie aus der Mode geraten? Oder nur was für tüftelnde Senioren? Nein, sagen Lena und Marvin Höbler aus Marienheide mit Überzeugung: Sich mit Modelleisenbahnen zu beschäftigen ist kein aus der Zeit gefallenes Hobby.

Im Gegenteil, so hat das Paar, das vor zwei Jahren den „Märklin-Insider-Stammtisch Bergsches Land“ gründete, beobachtet. Marvin Höbler (29) betont: „Zu unseren Treffen kommen immer mehr junge Leute. Willkommen ist hier jeder – nicht nur Märklinisten.“ Seine Frau Lena (28) ergänzt lachend: „Ich bin hier zwar derzeit noch die einzige Frau, aber das Modellbahnhobby ist keine echte Männerdomäne mehr.“

Jeden Monat ein Treffen

Einmal im Monat, jeweils freitags, treffen sich die Modellbahnfreunde, die das „Bergsches Land“ bewusst ohne „i“ schreiben und die Grenzen weiter fassen als das Oberbergische im Obergeschoss des Gummersbacher Brauhaus. Dann rücken sie die Tische aus dem Weg, denn meterweise Gleise brauchen Platz. Züge werden ausgewählt und dann natürlich auch in Gang gesetzt. Fachsimpelei und Tipps machen die Abende zur lebhaften Forum des Austausches. Mittlerweile hat der Stammtisch rund 20 Mitglieder, die aus Neuss, Leverkusen, Oberberg, aber auch aus Siegburg anreisen.

Thomas Frohn sagt„Für die Teilnehmenden steht die Erkenntnis im Vordergrund, dass das Modellbahn-Hobby im Kreise anderer Modellbahnfans viel mehr Spaß macht als ganz allein zu Hause im Modellbahnzimmer – oder gar auch nur in einer kleinen Modellbahnecke.“ Gut, bei den Höblers zu Hause kann man nicht mehr von einer Modellbahnecke sprechen. Marvin Höbler berichtet, dass das heimische Dachgeschoss auf rund 40 Quadratmetern zur Märklin-Welt wurde. „Ich bin im Wesentlichen zuständig für das Technische, Lena betätigt sich kreativ.“ Und so hat die 28-Jährige das rumänische Dracula-Schloss Bran nach Marienheide geholt: „Natürlich inklusive der Vampire!“

Die Verbindung von Tradition und Moderne

Das Hobby, da sind sich die Märklinisten einig, fasziniert auch durch die Verbindung von Tradition und Moderne. In den Landschaften kann, wer   möchte, die gute alte Zeit wieder auferstehen lassen, während sich die Züge auf der Anlage längst digital fahren lassen, die Loks per Decoder unterschiedlichste Geräusche machen. Auch der 3-D-Druck hat Einzug gehalten. So gibt es Modelleisenbahner, die ihre eigenen Häuser im Kleinformat drucken und an der Bahnstrecke platzieren. Marvin Höbler kann Figuren, Ladegut, Bahnsteige und Schilder für seine Anlage drucken.

Dennoch besuchen die Mitglieder des Stammtisches auch gerne Fachgeschäfte. Die allerdings sind etwas rarer geworden. In Overath-Vilkerath gibt es noch einen Händler, weiß Thomas Frohn.

Er versichert: „Neben den vielen schönen Zügen aus der ganzen Welt spielen natürlich auch die Modelle der bergischen Heimat eine Rolle. Zum Beispiel die markant orange City-Bahn, die in den 1980er Jahren zwischen Köln und den Oberbergischen Bahnhöfen verkehrte.“

Für Marvin Höbler dürfen diese Treffen sich gerne noch fester etablieren. „Ich freue mich schon drauf, wenn wir unser 30-jähriges Bestehen feiern!“


Das nächste Treffen der Märklin-Insider findet am kommenden Freitag, 12. Juni, um 17 Uhr im Gummersbacher Brauhaus statt.