Die Umsetzung soll mit Bordmitteln der Verwaltung geschehen. Die sieht sich aber überfordert.
Suche nach EnergiepotenzialenVerkürzte Wärmeplanung für Odenthal soll Zeit und Geld sparen

In Odenthal gibt es kaum Möglichkeiten für ein Fernwärmenetz.
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Die Mehrheit im Umweltausschuss fackelte nicht lange: Ohne nochmalige Aussprache brachten CDU, SPD und FDP gemeinsam ihre Vorstellungen der kommunalen Wärmeplanung in Odenthal durch. Sie soll als „verkürztes Verfahren“ erfolgen, das man für effizienter hält, weil es die konkreten Standortbedingungen besser berücksichtige und nicht Energieformen in die Untersuchung einbeziehe, für die in Odenthal die Voraussetzungen fehlten, so die Argumentation.
Die Wärmeplanung soll durch das Team der Gemeindeverwaltung in Zusammenarbeit unter anderem mit den örtlichen Energieversorgern und Stadtwerken durchgeführt werden. Nur in Einzelfällen – und nach Bewilligung durch den Ausschuss – soll ein externer Dienstleister hinzugezogen werden können.
Nur die Fraktion der Grünen wollte die ungeschmälerte Wärmeplanung
Einzig die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen stimmte dagegen. Sie war schon vorab mit ihrem Antrag gescheitert, die Wärmeplanung im Standardverfahren durchzuführen, um alle Potenziale der Energieversorgung zu untersuchen. Andernfalls werde die Wärmeplanung schon im Vorfeld auf dezentrale Lösungen – etwa private Wärmepumpen – verengt, meinten sie.
Gegen die CDU-SPD-FDP-Mehrheit konnte sich auch die Verwaltung mit ihren Bedenken nicht durchsetzen, dass die Wärmeplanung vornehmlich mit Bordmitteln aus dem Rathaus gestemmt werden kann. Der Verwaltung fehle dafür „die erforderliche energiefachliche Kompetenz“ und Datenexpertise, hatte sie erklärt.
Verwaltung sieht sich überfordert
Es mache die Einstellung zusätzlichen Personals für die Odenthaler Verwaltung erforderlich, „da die derzeitigen Kapazitäten und die erforderlichen Kenntnisse nicht vorhanden“ seien. Nach Aussage der Kommunal Agentur NRW hätten bisher nur die Großstädte Köln und Hagen mit entsprechender personeller Ausstattung die Wärmeplanung mit der eigenen Verwaltung erstellt, warnte sie.
Die kommunale Wärmeplanung ist eine Pflichtaufgabe des Bundes, um bis 2045 die Klimaneutralität der Kommunen zu erreichen. Für die Erstellung des Wärmekonzeptes, das bis 2028 vorliegen muss, erhält Odenthal einen sogenannten Belastungsausgleich in Höhe von 185.923 Euro vom Land. Das Geld wird in fünf jährlichen Tranchen bis 2028 gezahlt.
