Auszubildende des Overather Unternehmens Hamacher errichten den Wanderhütten-Neubau für den Heimatverein Eulenthal.
Nach dem Feuer:Wanderhütte in Eulenthal wird von Azubis neu errichtet

Strahlender Sonnenschein und ehrliche Freude herrschten beim Richtfest der Schutzhütte Warth des Heimatvereins Eulenthal.
Copyright: Heimatverein Eulenthal
Noch sind nicht alle Arbeiten abgeschlossen, doch am Halzemicher Struch unweit des Overather Höhenortes Eulenthal ist die Freude groß: Dort, wo im April wie berichtet nach einem verheerenden Brand nur noch verkohlte Balken und Asche an einen beliebten Rastplatz erinnerten, steht inzwischen wieder eine Wanderhütte. Mit einem kleinen Richtfest haben Mitglieder des Heimatvereins Eulenthal nun die Aufstellung des Neubaus gefeiert, den die Auszubildenden des Unternehmens Hamacher Holzbau in Overath ermöglicht haben.
Damit rückt die Rückkehr eines beliebten Treffpunkts für Wanderer, Radfahrer und Spaziergänger in greifbare Nähe. Die alte Schutzhütte auf der Anhöhe zwischen Warth, Marialinden und Eulenthal war in der Nacht zum 18. April vollständig niedergebrannt. Damals waren die Feuerwehreinheiten aus Overath und Marialinden gegen 23.30 Uhr zu einem zunächst als Gartenhausbrand gemeldeten Feuer alarmiert worden. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die hölzerne Wanderhütte bereits in Vollbrand. Das Dach war eingestürzt, von dem mehr als 20 Jahre alten Bauwerk blieb kaum etwas übrig.

Die Auszubildenden von Hamacher, die sich dem Neubau der Schutzhütte angenommen haben.
Copyright: Heimatverein Eulenthal
Für den Heimatverein Eulenthal war der Verlust ein Schock. Die Hütte war einst von der vereinseigenen Gruppe 50plus errichtet worden und hatte sich zu einem beliebten Anlaufpunkt im Naherholungsgebiet entwickelt. Dennoch stand für die Verantwortlichen schnell fest, dass sie den Treffpunkt wieder aufbauen wollten. Die Unterstützung aus der Bevölkerung und zahlreiche Hilfsangebote stärkten den Verein in diesem Vorhaben.
Nun ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die neue Hütte wurde von der Overather Firma Hamacher Holzbau gefertigt – und zwar als besonderes Projekt von Auszubildenden des zweiten Lehrjahres. Mit viel handwerklichem Geschick und großem Engagement entstand dort der Neubau, den die jungen Handwerker nun am ursprünglichen Standort aufrichteten.
Mit Richtbaum und Richtspruch
„Es ist schön zu sehen, mit wie viel Engagement und handwerklichem Können hier an unserer neuen Hütte gearbeitet wird“, hatte der Heimatvereinsvorsitzende Philipp Habers bereits während der Bauphase erklärt. Beim Richtfest wurde die neue Hütte traditionell mit Richtbaum und Richtspruch gefeiert. Für die Vereinsmitglieder war dies weit mehr als ein symbolischer Akt: Nach Wochen der Aufräumarbeiten und Planung ist die Rückkehr der Hütte nun sichtbar geworden.
Die Ursache des Feuers ist bis heute nicht vollständig geklärt. Die Brandermittler fanden Teile eines Holzkohlegrills in den Trümmern. „Das Feuer ist den Ermittlungen zufolge im Inneren der Schutzhütte entstanden“, erklärt Polizeisprecher Christian Tholl. „Es sieht so aus, als dass es fahrlässiger Umgang mit dem Grill gewesen sein könnte.“ Täter seien bis heute nicht ermittelt worden, so Tholl am Montag auf Nachfrage der Redaktion.
Bis die Wanderhütte wieder offiziell genutzt werden kann, sind noch einige Arbeiten erforderlich. „Dann wird’s sicher auch noch eine Einweihung geben“, stellt Nikolaus Habers vom Heimatverein in Aussicht. Für die Mitglieder des Heimatvereins Eulenthal ist die Aufstellung bereits ein sichtbares Zeichen dafür, dass der beliebte Rastplatz am Halzemicher Struch schon bald wieder Wanderern und Ausflüglern offenstehen wird.
