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SpendeGut Eichthal hat ein neues und barrierefreies Spielgerät

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Eine Gruppe Männer und Frauen stehen an einer neuen Schaukel zusammen mit zwei Kindern.

Katrin Wester (v.l.), Katharina Kolzem, Manfred Sammek, Markus Anhalt, Daniel Wester, Andreas Koschmann und Koschmanns Töchter weihen die neuen Schaukeln ein.

Der Overather Heimat- und Bürgerverein spendet drei Schaukeln als neues Freizeitangebot.

Eine neue Attraktion bietet Gut Eichthal seit neuestem für Kinder. Drei nagelneue Schaukeln sind entstanden in unmittelbarer Nähe zum Teepavillon. Gespendet wurden sie vom Heimat- und Bürgerverein Overath, der sich ehrenamtlich für die Errichtung der Schaukeln eingesetzt hat.

„Wir haben hier schon ein paar Dinge bewegen können, weil Karl-Heinz Eisenhuth uns einen größeren Nachlass hinterlassen hat“, erklärt Andreas Koschmann, erster Vorsitzender des Heimat- und Bürgervereins, vor Ort und lässt den Blick über Gut Eichthal schweifen. Eine Slackline, ein Balancierbalken, ein Fernglas und Geschicklichkeitsspiele gehören, um nur einige zu nennen, zu den Anschaffungen, die der Verein 2023 für das Gut getätigt hat. Mit dabei war auch eine Toi-Toi-Toilette, die jede Woche von einer Fachfirma gereinigt wird. Dafür bezahlt der Verein etwa 160 Euro monatlich. Der Gesamtwert dieser Anschaffungen belief sich auf 40.000 Euro. Eine Gedenktafel für Karl-Heinz Eisenhuth würdigt den großzügigen Nachlass.

Mit der Inklusionsschaukel können alle mitmachen

Und nun wird es noch etwas dynamischer. Drei neue Schaukeln laden Kinder nun dazu ein, sich dem Himmel entgegenzuschwingen. Und das Beste daran: eine Inklusionsschaukel sorgt dafür, dass alle mitmachen können. Die Inklusionsschaukel unterscheidet sich insofern von einer herkömmlichen, als dass sie mehr Halt bietet. Wie in einen Sessel setzt man sich hinein und durch eine Rückenlehne kann man nicht nach hinten herunterfallen. An einem Rahmen an den Seiten der Schaukel sind Seile mit Karabinerhaken befestigt, die ebenfalls Schutz vorm Herunterfallen bieten. „Das war uns wichtig, weil wir auch im Verein Kinder mit Beeinträchtigungen haben“, erläutert Koschmann. Daher lägen dem Verein Projekte mit barrierefreien Freizeitangeboten besonders am Herzen.

Für die Vereinsmitglieder sei schnell klar gewesen, dass mit dem Nachlass von Karl-Heinz Eisenhuth Projekte für Kinder und Familien vorangebracht werden sollen. „Das Ganze ist in Zusammenarbeit mit dem städtischen Bauhof entstanden. Die haben die Erdarbeiten übernommen und wir haben uns um den Rest gekümmert“, berichtet Koschmann. Nachdem das Gerüst in den Bestand der Stadt aufgenommen wurde, wird der Bauhof für die Instandhaltung und Sicherheit der Schaukeln verantwortlich sein. Pflegearbeiten drumherum, wie den Fallschutz, bestehend aus Rindenmulch, zu erneuern oder das Grün zu mähen, werde der Verein übernehmen. Gekostet hat die neue Spielattraktion rund 10.000 Euro, plus Eigenleistung der Vereinsmitglieder.

Zu sehen ist ein Geschicklichkeitsspiel und eine Schaukel im Hintergrund.

Weitere Geräte hat der Verein bereits 2023 gespendet, wie dieses Geschicklichkeitsspiel.

„Wir hätten ja auch gerne mehr als die drei Schaukeln gemacht, aber wegen Faktoren wie dem Hochwasserschutz ist das nicht so einfach möglich“, erklärt der erste Vorsitzende. Doch das hält die Vereinsmitglieder nicht auf, denn sie haben schon die nächste Idee.

Keine zehn Meter neben dem Schaukelgerüst soll in Zusammenarbeit mit dem „Fundus“, einem Angebot der Caritas Rhein-Berg, ein Spielschrank entstehen. Bei Fundus erhalten junge Menschen, die aus verschiedensten Gründen Langzeit arbeitslos sind oder noch keine Arbeit gefunden haben, Unterstützung zur (Wieder-)Eingliederung in die Arbeitswelt. Dabei wird zum Beispiel auch geschreinert, was zu dem angedachten Projekt perfekt passt. „Da soll dann ein Beachvolleyball-Set, ein Boule-Set und Ähnliches hineinkommen. Nach einer gewissen Zeit ziehen wir Bilanz, wie die Leute mit den Sachen umgehen, aber wir gehen eigentlich davon aus, dass die Bürger das vernünftig behandeln“, blickt Koschmann voraus.

Und auch bei der Instandsetzung des Teepavillons, der derzeit morsch ist, wollen die Vereinsmitglieder helfen. Dafür seien sie bereits in Kontakt mit der Stadt. „Uns ist wichtig, noch einmal allen Ehrenamtlichen zu danken, die an dem Projekt beteiligt waren und auch dem städtischen Bauhof für seine Unterstützung“, sagt Koschmann.