Fünf Flächen im Overather Stadtgebiet sollen künftig sich selbst überlassen werden.
UmweltWo in Overath künftig mehr Wildnis herrschen wird

Auf fünf Flächen im Overather Gebiet könnte sich über die Zeit ein dichterer Wald, wie auf diesem Symbolbild entwickeln.
Copyright: Nicolas Armer/dpa
Mehr Wildnis wird es bald in Overath geben. So hat sich der Ausschuss für Umwelt, Mobilität, Tourismus und Digitalisierung einstimmig für die Ausweisung sogenannter „Wildnisentwicklungsgebiete“ ausgesprochen. Dabei handelt es sich um Flächen, in denen die Natur wieder die Herrschaft über sich selbst übernimmt, ohne menschliche Eingriffe.
Wie Markus Funke, Amtsleiter des Baubetriebsamtes Overath, erklärte, hat die Verwaltung auf Antrag der CDU fünf Gebiete ausfindig gemacht, die für dieses Projekt in Frage kommen könnten. Die würden nach jetzigem Stand ohnehin kaum bis gar nicht bewirtschaftet werden, sodass der Stadt daraus kein finanzieller Nachteil entstehen würde.
Beitrag zum Naturschutz
Laut Vorlage will man damit einen nachhaltigen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt leisten, die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes sichern sowie übergeordnete Klima- und Naturschutzziele erreichen. Damit würden auch die gesetzlich vorgeschriebenen Ziele des Naturschutzes umgesetzt.
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Bei den fünf Flächen handelt es sich um ein Gebiet in Heiligenhaus am Friedhof und ein weiteres in Heiligenhaus an der Olper Straße, eines an der Breslauer Straße, eines am Wanderparkplatz in Federath und schließlich eines an der Franziskaner Straße. Zusammengenommen entsprechen die einzelnen Gebiete einer Gesamtfläche von 2,36 Hektar.
Flächen bleiben frei zugänglich
Ulrike Sandmann (sachkundige Bürgerin für die Grünen) erkundigte sich, ob die Flächen danach noch für die Bürger betretbar sind oder eine Umzäunung geplant ist. Wie Funke klarstellte, seien diese Gebiete im Flächennutzungsplan als Waldgebiete ausgezeichnet, sodass man sie, wie generell im Wald, ohnehin auf eigene Gefahr betrete. Daher seien keine Zäune oder Ähnliches geplant und die Flächen weiter für die Bürger zugänglich.
Ob es möglich sein wird, in Zukunft noch mehr solcher Wildnisentwicklungsgebiete auszuweisen wollte Eric Renneberg (Grüne) wissen. Möglich sei das, bejahte Funke, allerdings sei es ratsam, erst zu beobachten, wie sich die nun ausgewählten fünf Gebiete entwickeln und Erfahrungen zu sammeln, bevor weitere dazukommen.
Damit konnten sich die Ausschussmitglieder anfreunden und befürworteten die Gebiete einstimmig.
