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LandwirtschaftGetreideernte im Rheinland – Durchschnittliche bis gute Erträge erwartet

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Die Getreidebestände im Rheinland stehen gut, doch die kommenden Temperaturen könnten vor allem den Weizen belasten.

Die Getreidebestände im Rheinland stehen gut, doch die kommenden Temperaturen könnten vor allem den Weizen belasten.

Die Landwirte im Rheinland rechnen 2026 mit einer durchschnittlichen bis guten Getreideernte. Das Wetter der kommenden Wochen bleibt entscheidend für das Ergebnis.

Die Landwirte im Rheinland rechnen 2026 mit einer durchschnittlichen bis guten Getreideernte. Die Aussaat der wichtigsten Pflanzen wie Winterweizen, Wintergerste und Raps verlief im Herbst 2025 unter günstigen Bedingungen. Auch im Winter und Frühjahr gab es genug Regen, sodass die Pflanzen sich gut entwickeln konnten. Nur die Sonne hat etwas weniger geschienen als erwartet, wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband betont.

Der Winterweizen befindet sich derzeit in der sensiblen Kornfüllungsphase. In diesem Stadium werden Stärke und Eiweiß in die Körner eingelagert, das ist  ein zentraler Faktor für Ertrag und Qualität. „Wie die Ernte letztlich ausfallen wird, hängt maßgeblich von der Witterung der kommenden Wochen ab“, erklärt Peter Lautz, Kreisvorsitzender der Kreisbauernschaft Rhein-Berg. Für eine optimale Entwicklung sind moderate Temperaturen sowie eine ausreichende Wasser- und Nährstoffversorgung entscheidend.

Die hohen Temperaturen in den nächsten Tagen könnten vor allem dem Weizen schaden. Hitze und Trockenheit können die Kornbildung stören und dadurch Ertrag und Qualität verringern. Die Wintergerste profitiert dagegen von der Wärme und reift schneller ab.

Wie die Ernte letztlich ausfallen wird, hängt maßgeblich von der Witterung der kommenden Wochen ab.
Peter Lautz, Kreisvorsitzender der Kreisbauernschaft Rhein-Berg

Die Ernte startet traditionell mit der Wintergerste. Nach deren Abschluss beginnt voraussichtlich Anfang Juli die Winterweizenernte. Den Abschluss der diesjährigen Erntesaison bildet anschließend die Rapsernte. Insgesamt rechnen die rheinischen Landwirtinnen und Landwirte derzeit mit einer durchschnittlichen bis guten Getreideernte, so der Rheinische Landwirtschafts-Verband.

Trotz der stabilen Ernteaussichten bleibt die wirtschaftliche Situation vieler Betriebe herausfordernd. Hohe Produktionskosten treffen weiterhin auf niedrige Erlöse am Getreidemarkt. Zusätzliche Belastungen entstehen durch geopolitische Konflikte, die insbesondere die Preise für Diesel und Düngemittel erhöht haben. Gleichzeitig verharren die Getreidepreise auf internationaler Ebene auf niedrigem Niveau. Auch in der Milcherzeugung bleibt die Lage angespannt: Hohe Betriebskosten und unzureichende Erlöse führen weiterhin zu einer schwierigen Einkommenssituation.

Die Landwirtschaft hofft auf Entspannung bei Betriebsmittelkosten. Sinkende Rohölpreise könnten nach Einschätzung der Branche dazu beitragen, Energie- und Düngerkosten zu senken und die wirtschaftliche Lage der Betriebe zu verbessern, so der Rheinische Landwirtschafts-Verband. „Darauf hoffen wir“, sagt Peter Lautz. (vl)