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Rösrath-HoffungsthalKita Volberg trotzt dem Hochwasser

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eine große Gruppe steht vor der Kindertagesstätte

Strahlende Gesichter vor gelungenem Projekt. Zur Feierstunde anlässlich der offiziellen Eröffnung der evangelischen Kita Volberg kamen neben NRW-Ministerin Ina Scharrenbach auch Vertreterinnen und Vertreter der Kirchengemeinde, der lokalen und regionalen Politik und Verwaltung, des Vorstands der Diakonie Michaelshoven als Träger der Einrichtung, von Architekturbüro und Projektsteuerung.

Der Neubau im historischem Ortskern von Hoffnungsthal kommt auch dem Gemeindeleben zugute.

Im historischen Ortskern Volberg des Rösrather Stadtteils Hoffnungsthal sind schon seit Jahresbeginn wieder täglich Kinderstimmen zu hören. Gestern konnten bei einer kleinen Feierstunde in der wiedereröffneten Kindertagesstätte Volberg auch Erwachsene vorbeischauen.

Unter ihnen: Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung sowie Vertreterinnen und Vertreter der Kirchengemeinde, der lokalen und regionalen Politik und Verwaltung, des Vorstands der Diakonie Michaelshoven als Träger der Einrichtung, von Architekturbüro und Projektsteuerung. Was an der Stelle des im Juli 2021 während der Flut fast im wörtlichen Sinne untergegangenen Kindergarten-Gebäudes entstanden ist, zauberte tatsächlich gestern allen Anwesenden ein Lächeln ins Gesicht.

Ihre Kita ist in NRW ein Vorzeigeprojekt dafür, wie man starkregen- und hochwassersicher bauen kann
Ina Scharrenbrach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung

Monika Mattern-Klosson, Presbyteriumsvorsitzende der Evangelischen Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath: „Wenn wir die Fördermittel aus dem Wiederaufbau für NRW nicht gehabt hätten, wäre der Bau nicht möglich gewesen. Daneben brauchten wir auch die Menschen, die so ein Projekt mit Ideen befruchten und verwandeln.“ So wurde entschieden, das alte Gemeindehaus mit angebautem Kindergarten abzureißen. Als neues Konzept entstand ein Haus für die Kinder, dessen Turnhalle und großer Besprechungsraum heute abends oder am Wochenende für die Gemeinde zur Verfügung stehen.

Im April 2023 kam der erste Förderbescheid über 5,1 Millionen Euro. Später folgten weitere 1,1 Millionen und nochmal 1,3 Millionen für die vorübergehende Unterbringung der Kinder an einem anderen Standort. „Sie haben den mit der Landesförderung verbundenen Auftrag, hochwassersicher zu bauen auf Ihre Weise gelöst – Sie haben das Ganze auf Stelzen gestellt,“ freute sich die NRW-Ministerin.

Architekt Bernd Oxen beschrieb, wie das auf dem Schwemmland der Sülz gelungen ist: 60 Bohrpfähle wurden acht Meter in den Untergrund getrieben. Darauf wurde wie ein Tisch eine feste Betonplatte gelegt, 560 Quadratmeter groß. Der Clou: Sie liegt eine Etage über dem Erdboden, ist Dach und Schattenspender über einer großen Außenspielfläche. Sollte die Sülz erneut über die Ufer treten, ist hier ein Retentionsraum, in den sich das Wasser ausbreiten kann, ohne Schaden anzurichten. Eine Flutschutztür hält das Wasser draußen.

Resilient ist das Gebäude auch in Sachen Energieversorgung: Die Bürgerenergiegenossenschaft hat eine Solaranlage auf dem Dach installiert, und durch Tiefbohrungen kommt Wärme ins Haus. Drinnen wurden regionale Hölzer verbaut. Draußen umkurven die Kinder mit Rädchen die sieben Großbuchstaben in maigrüner Farbe. Auf ihnen ruht das Gebäude. Sie selbst stehen auf historischem Grund: Volberg.