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Flieger am BodenAktive des Luftsportclubs aus Bergheim werkeln im Winter

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Zu sehen sind zwei Personen, die am Rad eines Segelflugzeugs beschäftigt sind.

Die Mitglieder des Luftportclub Erftland bei der gemeinsamen Winter-Werkstattarbeit.

Die Segelflugzeuge des Luftsportclubs Erftland bekommen etwa eine neue Version eine Kollisionswarnsystems. Im März gibt es eine Inspektion.

In der Werkstatt des Luftsportclubs Erftland ist viel zu tun – trotz der kalten Jahreszeit, die selten mit der richtigen Thermik zum Fliegen einlädt. Wie der Verein in einer Pressemitteilung berichtet, nutzen die Bergheimer Segelflieger die winterlichen Monate, um ihre Flugzeuge umfassend zu warten. „Ohne diese Arbeiten könnten wir im Frühjahr nicht loslegen“, erklärt Werkstattleiter Frank Thies.

Zu sehen sind zwei Jugendliche am Flugzeug, das Rad nach oben.

Eine Inspektion der Flugzeuge gibt es im März

Luftsport Erftland betreibt ein Segelfluggelände auf der Wiedenfelder Höhe und zählt rund 100 Aktive. Der Verein ist dabei, die Segelflugzeuge genau unter die Lupe zu nehmen. Erst findet eine Grundreinigung statt, dann folgt eine technische Durchsicht nach den Vorgaben der Hersteller. Eine Saison voller Schulungs- und Leistungsflüge hinterlasse ihre Spuren an den wertvollen Maschinen, etwa kleine Macken im Lack, Staub und vertrocknetes Gras. „Wir wollen unsere Flugzeuge nicht nur sicher halten, sie sollen auch gepflegt aussehen“, sagt Thies. Dafür gibt auch eine speziell für Segelflugzeuge vorgesehene Politur.

Bergheim: Jugend an das Fliegenund die Technik heranführen

Die Tragfläche eines der Segelflugzeuge wird in diesem Winter komplett neu bespannt: eine Arbeit, die selten anfalle und viel Know-How erfordere, wie der Verein erklärt. Außerdem rüsten die Bergheimer ihre Flotte mit einer neueren Version des Kollisionswarnsystems „FLARM“ aus. Das warnt die Pilotinnen und Piloten frühzeitig vor möglichen Zusammenstößen in der Luft. 

Trotz des hohen technischen Anspruchs dürfen unter Aufsicht des Werkstattleiters alle mit anpacken, vom Berufstätigen bis zur 15-jährigen Flugschülerin. Der Verein legt Wert darauf, junge Menschen nicht nur an das Fliegen, sondern auch an die Technik der Segelflugzeuge heranzuführen. Wer verstehe, wie ein Flieger gebaut ist, fliege auch verantwortungsvoller, so Luftsport Erftland in der Pressemeldung.

Luftsportclub Erftland: Inspektionen finden im März statt

Bis März müssen die Arbeiten an allen Fliegern fertig sein, dann kommt ein amtlicher Prüfer des Aeroclub NRW. Dieser begutachtet jedes Flugzeug im Detail, bevor es wieder in den Himmel steigen darf. „Das ist im Grunde unser Tüv – und den nehmen wir nicht auf die leichte Schulter!“, sagt der Werkstattleiter.

Eines der Mitglieder ist an den Kabeln im Cockpit zu Werke.

Der Verein führt die Mitglieder nicht nur an das Fliegen heran, sondern auch an die Technik.

Bis zur Abnahme bleibe noch viel zu tun. Der Verein zeigt sich aber optimistisch – bisher habe der Luftsportclub Erftland jedes Jahr ohne Beanstandungen abgeschnitten. Bei allem Fleiß gibt es auch Platz für das Miteinander, etwa um bei einer Schüssel Suppe Geschichten aus der letzten Saison auszutauschen.

Segelflieger engagieren sich für die Region

Sobald das Wetter mitspielt, wollen die Bergheimer Segelflieger wieder abheben. Wer selbst einmal mit dem Gedanken spielt, Segelfliegen auszuprobieren, kann sich beim Verein über die Möglichkeiten informieren. Es gibt einen Schnupperkurs für Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab 14 Jahren. Jugendliche erhalten darüber hinaus reduzierte Konditionen –der Sport sei nicht teurer als ein Abo im Fitnessstudio. Die Fluglehrerinnen und Fluglehrer arbeiten ehrenamtlich und die Ausbildungsflugzeuge stellt der Club.

Thomas Wartha, Vorsitzender des Luftsportclubs Erftland, nennt den Grund für das Engagement des Vereins: „Wir sehen das als Verpflichtung gegenüber der Region und dem Nachwuchs“, sagt er. „Viele von uns haben selbst in einem Verein das Fliegen gelernt, und wir geben diese Chance gern weiter. Wenn wir durch ehrenamtliche Ausbildung und faire Konditionen dafür sorgen können, dass Jugendliche ein sinnvolles, anspruchsvolles Hobby entdecken, dann ist das für uns ein Teil dessen, was unseren Verein ausmacht.“